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EY-Parthenon Hochbau-Prognose 2018

Neue EY-Parthenon Hochbau-Prognose: Wachstum im deutschen Hochbau flacht langsam ab

Der deutsche Hochbau bleibt zwar weiter auf Wachstumskurs, nach der Nettosteigerung um 2,6 Prozent im Jahr 2017 wird für 2018 jedoch ein leicht abgeschwächtes Wachstum von rund 2,0 Prozent erwartet. Dies ergab die Hochbauprognose 2018 der internationalen Unternehmensberatung EY-Parthenon. Wesentlicher Treiber des 2017er Wachstums war der Wohnungsbau. Sinkende Mietrenditen in den Ballungsgebieten sowie leicht rückläufige Wohnungsbaukredite und Baugenehmigungen deuten jedoch auf ein nachlassendes Wachstum hin.

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EY-Parthenon Hochbau-Prognose 2018

  1. 1. Hochbauprognose 2018 Das Wachstum flacht langsam ab April 2018
  2. 2. ►• Rückblick 2017: Der Hochbau mit konstantem Wachstum ►• Der Hochbau 2018 bis 2020: Wachstumsraten gehen langsam zurück ►• Entwicklung der einzelnen Marktsegmente im Hochbau – Wohnungsbau: nachlassendes Wachstum – Nichtwohnungsbau: Wirtschaftsbau zieht an, öffentlicher Bau zurückhaltend – Zusammenfassung: positive Entwicklung in fast allen Segmenten ►• Fazit für Unternehmen: günstige Verhältnisse nutzen, um sich auf abflachende Nachfrage einzustellen 4 8 24 24 44 56 60 Inhalt Hochbauprognose 2018 Der Wachstumstrend hält im vierten Jahr in Folge an: Der deutsche Hochbau wuchs 2017 um 2,6 % auf ein Marktvolu- men von 231,6 Mrd. € (in Preisen von 2005). Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war nach wie vor der Wohnungs- bau (+3,2 %), der im vergangenen Jahr durch ein leichtes Wachstum im Nichtwohnungsbau mit +1,3 % unterstützt wurde. Insgesamt betrachtet kann die Branche mit dem Jahr 2017 durchaus zufrieden sein. Trotz eines leichten Rückgangs der Auftragseingänge zur Jahresmitte weist die Auftragslage eine positive Gesamtbilanz auf. Auch das Volumen neuer Baugenehmigungen konnte mit Ausnahme von Ein- und Zweifamilienhäusern (-0,7 %) das Volumen des Vorjahres übertreffen – allerdings unterhalb der Preissteigerungsrate. Aufgrund des hohen Auftragsbestands, der immer noch vorteilhaften Finanzierungsbedingungen und eines anhal- tenden Wohnungsdefizits vor allem in Großstädten, erwar- ten wir, dass der Hochbau in Deutschland künftig weiter wächst, allerdings mit nachlassenden Raten. Für 2018 prognostizieren wir ein Abflachen der Wachs- tumsdynamik auf +2,0 %. Trotz guter gesamtwirtschaftli- cher Lage lässt sich kein weiteres Sinken der Kreditzinsen beobachten und das Volumen neuer Wohnungsbaukredite ist leicht rückläufig, was zu einem geringeren Wachstum des privaten Wohnungsbaus verglichen mit den Vorjahren führen wird. Daneben sehen wir positive Tendenzen im gewerblichen Geschosswohnungsbau (+6,6 %) und Investi- tionsbereitschaft im Nichtwohnungsbau, insbesondere im Wirtschaftsbau. n EY-Parthenon  | 3
  3. 3. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Im letzten Jahr ist der Hochbau weiter gewachsen Das Wachstum der Baubranche setzte sich 2017 fort, wenn auch bereits mit einer geringeren Wachstumsrate als im Jahr 2016. In der Baubranche zeigt sich damit weiterhin ein stetiger Aufwärtstrend. Auch wenn die Entwicklung schwächer war als im Jahr 2016, so stellt sich 2017 doch als ein sehr gutes Jahr dar. Aufgrund des sehr starken vierten Quartals 2016wurde die letztjährige Hochrechnung deutlich übertroffen; das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr betrug außergewöhnlich hohe +3,7 %. Treiber war vor allem die sehr starke Entwicklung im Bereich des mehrgeschossigen Wohnungsbaus und hier insbesondere im Neubausegment. Die anhaltende Preissteigerung in den Ballungsräumen und der hier herrschende Nachholbedarf haben die Nachfrage hochgehalten. Diese konnte trotz sehr hoher Auslastung der Bauunternehmen in eine steigende Bauleistung übersetzt werden. Auch in naher Zukunft wird die Nachfrage das Angebot übersteigen, so dass die vorhandene Baukapazität zum bestimmenden Faktor wird. Der Wirtschaftsbau zeigte 2017 wieder eine positive Entwicklung trotz dämpfender Faktoren wie der anhal- tenden Unsicherheit hinsichtlich der weltweiten politischen Situation und der daraus resultierenden Investitionszurück- haltung. Der öffentliche Bau konnte seine positive Entwicklung aus 2016 nicht halten. Zwar besteht weiterhin eine verbesserte Finanzsituation vieler Kommunen und die Notwendigkeit, den Investitionsstau der letzten Jahre aufzuarbeiten, doch das Wachstum im Jahr 2016 war vermutlich auch durch Sondereffekte, wie beispielsweise durch Baumaßnahmen zur Unterbringung von Flüchtlingen, getrieben. n 214,4 212,8 216,2 217,8 225,8 231,6 2017HR2012 20162013 2014 2015 –0,7 % 1,6 % 0,7 % 3,7 % 2,6 % Steigerung des Hochbauvolumens im Jahr 2017 um 2,6 % auf 231,6 Mrd. € Hochbauvolumen, 2012-2017HR1 Mrd. € (Preise von 2005) 1. Abweichende Zahlen zu vorherigen EY-Parthenon-Hochbauprognosen sind ggf. rückwirkenden Zahlenkorrekturen der Quelldateien geschuldet Quelle: DIW; Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung EY-Parthenon  | 54  | EY-Parthenon
  4. 4. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB 9,2 % 1,7 % 2,5 % 0,5 % 0,0 % –0,1 % 3,0% 2,5% 1,6% 13,0% 1,1 % 0,0 % Privater Wohnungsbau (Bau von Ein- und Zwei- familienhäusern) Gewerblicher Wohnungsbau (Geschosswohnungsbau) Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau Neubau RenovierungGesamt Insbesondere der Neubau von Wohnungen war 2017 der Wachstumsmotor der Hochbaubranche Hochbauvolumen, 2017HR vs. 2016 Reales Wachstum Quelle: DIW; Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung Wohnungsbau war auch 2017 der Wachstumstreiber Wie auch in den Jahren zuvor wird das Marktwachstum sehr stark durch den Wohnungsbau getragen. Mit Wachs- tumsraten von +1,6 % im privaten und +9,2 % im gewerbli- chen (Geschoss-)Wohnungsbau konnten die Hochbauseg- mente das sehr hohe Wachstumsniveau von 2016 (+3,0 % bzw. +13,8 %) zwar nicht halten, aber trotzdem deutlich zulegen. Dabei war das Neubaugeschäft der primäre Wachstumstreiber, während das Renovierungsgeschäft weitgehend stabil geblieben ist. Im Nichtwohnungsbau ist das Wachstum gegenüber dem Vorjahr von +0,7 % auf +1,3 % gestiegen. Die Investitionen im Wirtschaftsbau haben sich mit +1,7 % positiv entwickelt und die Stagnation von 2016 überwunden. Im öffentlichen Bausegment hingegen wurde die positive Entwicklung aus- dem Jahr2016 nicht gehalten. Nach dem hohen Wachstum von +4,5 % 2016 folgte 2017 eine Stagnation. n EY-Parthenon  | 76  | EY-Parthenon
  5. 5. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Wachstum hält weiter an Für den Prognosezeitraum rechnen wir mit einem weiteren realen Wachstum im Hochbau. Die Wachstumsraten werden jedoch langsam abflachen. Damit erwarten wir, dass sich die Entwicklung, die sich bereits im letzten Jahr abgezeich- net hat, fortsetzen wird. Maßgebliche Einflussfaktoren begünstigen immer noch eine Zunahme des Hochbauvolumens. Das Wirtschaftswachstum ist nach wie vor kräftig. In diesem Umfeld steigen die Zahl der Erwerbstätigen und das verfügbare Einkommen stetig. Durch die zunehmende Urbanisierung herrscht in einigen Ballungsräumen weiterhin ein Mangel an Wohnraum. Darüber hinaus gelten Immobilien durch die niedrigen Zinsniveaus für Privatpersonen und Investoren nach wie vor als attrak- tive Investitionen. Insbesondere sehen ausländische Inves- toren den deutschen Immobilienmarkt weiterhin als „Safe- Haven“-Markt in Europa an, auch wenn mittlerweile geringere Renditen in Kauf genommen werden müssen. Zunehmende Kapazitätsengpässe begrenzen aber das Wachstum. Nach einer Ausweitung der Bauinvestitionen in den vergan- genen Jahren werden mittelfristig aus dem öffentlichen Bereich keine weiteren Impulse erwartet. Im Wirtschaftsbau hingegen nimmt die Investitionszurückhaltung ab; insbeson- dere im Wirtschaftsneubau werden Zuwächse erwartet. n 1,5 % –2,0 % –0,2 % –0,7 % 1,6 % 0,7 % 2,6 % 2,0 % 1,3 % 0,7 % BIP-Entwicklung Weiterhin Wachstum erwartet – Raten nehmen jedoch weiter ab Reale Entwicklung des Hochbauvolumens1 und des BIP in Deutschland, 2008-2020P 1. Abweichende Zahlen zu vorherigen EY-Parthenon-Hochbauprognosen sind ggf. rückwirkenden Zahlenkorrekturen der Quelldateien geschuldet Quelle: DIW; Marketline; Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung; P = Prognose 20132009 20142008 2010 2012 2015 2016 2017HR 2018P 2019P 2020P 5,1 % 3,7 % 3,4 % 2011 EY-Parthenon  | 98  | EY-Parthenon
  6. 6. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Wachstum wird weiterhin im Neubau stattfinden Bis 2020 prognostizieren wir eine Zunahme des Hochbau- volumens von durchschnittlich +1,3 % pro Jahr. Dabei wird die erwartete Steigerung von Jahr zu Jahr aber geringer. Haupttreiber dabei bleibt — wie in den vergangenen Jahren — der Neubau von Wohngebäuden. Eine anhaltend positive Prognose für die gesamtwirtschaft- liche Entwicklung — wenn auch mit nachlassenden Wachs- tumsraten, aber weiterhin noch günstigen Finanzierungs- konditionen, einem anhaltend hohen Bedarf an Wohnraum in Ballungsgebieten und einer Steigerung des verfügbaren Einkommens — lässt eine weiterhin hohe Nachfrage er- warten. Das langsame Abflachen der Nachfrage sowie der zunehmende Kapazitätsengpass im Baugewerbe deuten allerdings auf eine Begrenzung der Wachstumsraten im Vergleich zu den Vorjahren auf +1,8 % pro Jahr im Neubausegment hin. Das Renovierungssegment wird auch zukünftig nur leicht wachsen. Wir erwarten eine stabile Nachfrage mit einer Zunahme von +0,9 % pro Jahr bis 2020. n +1,3% +1,8% +0,9% CAGR2 2017HR -2020P +2,1% +4,2% +0,8% CAGR2 2013 -2017HR 91,2 (40,4 %) 212,8 134,6 (59,6 %) 2016 95,6 (41,3 %) 2017HR 136,0 (58,7 %) 98,7 (41,8 %) 2019P 137,5 (58,2 %) 2018P 100,5 (42,0 %) 138,6 (58,0 %) 2020P Neubau 100,9 (41,9 %) 2014 139,7 (58,1 %) 87,5 (40,2 %) Renovierung 131,2 (60,7 %) 81,2 (38,2 %) 131,6 (61,9 %) 2013 85,0 (39,3 %) 130,3 (59,8 %) 2015 216,2 217,8 225,8 231,6 236,1 239,1 240,7 +2,0 % +1,3 % +0,7 % Weiterhin Wachstum in Neubausegment – Renovierungsgeschäft stabil auf hohem Niveau Hochbauvolumen nach Neubau und Renovierung1 (prozentualer Anteil), 2013-2020P Mrd. € (Preise von 2005) 1. Abweichende Zahlen zu vorherigen EY-Parthenon-Hochbauprognosen sind ggf. rückwirkenden Zahlenkorrekturen der Quelldateien geschuldet 2. CAGR = durchschnittliches jährliches Wachstum Quelle: DIW; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung; P = Prognose EY-Parthenon  | 1110  | EY-Parthenon
  7. 7. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Wohnungsbau1 3,0 % Durchschnittliche Preissteigerung 2017 Bürogebäude1 3,1 % Industriegebäude1 3,3 % Renovierungen2 3,3 % Inflationsrate 1,6 % Nichtwohnungsbau – Büro Nichtwohnungsbau – Industrie VerbraucherpreisindexWohnungsbau 96 % 98 % 100 % 102 % 104 % 106 % 108 % 110 % 112 % 114 % 116 % 118 % 120 % Q3 2013 Q1 2013 Q3 2014 Q1 2014 Q1 2016 Q3 2015 Q1 2015 Q3 2016 Q1 2011 Q3 2011 Q3 2012 Q1 2012 Q1 2010 Q3 2010 Q3 2017 Q1 2017 Baupreise für Neubauten verteuern sich um 3,0 % bis 3,3 % im Jahr 2017 und liegen weiterhin über der Inflationsrate von 1,6 % Baupreise inkl. Umsatzsteuer, 2010-2017 Index (Ø 2010 = 100), per Quartal 1. Neubau, konventionelle Bauart 2. Instandhaltung von Mehrfamilienwohngebäuden, ohne Schönheitsreparaturen Quelle: Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell Baupreise steigen weiterhin stärker als die Infl ation Zwischen 2011 und 2016 stiegen die Baupreise stärker als die Verbraucherpreise; getrieben durch die geringe Infla- tionsrate einerseits und dem zunehmenden Auftragsstau in der Baubrache andererseits. Dieser Trend setzte sich auch 2017, trotz leicht gestiegener Inflation von +1,6 %, fort. Die Preise für Neubauten stiegen 2017 um +3,0 % bis +3,3 % während diePreise für Renovierungen um 3,3 % stiegen. Für die kommenden Jahre erwarten wir weitere Preis- steigerungen oberhalb der Inflationsrate, da der Auftrags- stau nur langsam abgebaut werden kann. Zusätzlicher Preisdruck ergibt sich auch durch steigende Inputpreise und mögliche Tariflohnerhöhungen im Baugewerbe. Durch die dauerhaft hohe Nachfrage werden sich die Preis- steigerungen auch in den kommenden Jahren durchsetzen lassen. n EY-Parthenon | 1312 | EY-Parthenon
  8. 8. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Alle großen Segmente mit positiver Entwicklung Wir erwarten in allen Segmenten in den kommenden drei Jahren positives Wachstum, welches aber mittelfristig ab- nimmt. Die Dynamik zwischen den Segmenten im Hochbau ist dabei unterschiedlich, wobei der gewerbliche Wohnungs- bau die stärkste Entwicklung nehmen wird. Das Wachstum des Wohnungsbauvolumens der letzten Jahre wird sich etwas abschwächen, da einige der Indikato- ren und Treiber erste Anzeichen einer Abkühlung zeigen. So steigen die Erwartungen für Zinsen und Inflation. Gleich- zeitig entwickelten sich die Auftragseingänge der Bauwirt- schaft und die erteilten Baugenehmigungen in den letzten Monaten teilweise schwächer. Trotzdem wird der aufgebaute Nachfrage-Rückstand auch weiterhin Wachstum ermöglichen. Im Nichtwohnungsbau erwarten wir im Wirtschaftsbau eine Zunahme, getrieben durch die weiterhin guten wirtschaftli- chen Aussichten und eine wachsende Bereitschaft, in Nichtwohnungsbauten zu investieren. Für den öffentlichen Bau gehen wir davon aus, dass die Investitionen stabil auf dem aktuellen Niveau bleiben werden. n +3,7 % +1,0 % CAGR 2017HR -2020P 38,0 39,5 39,9 71,7 72,3 72,6 72,9 127,9127,0125,8124,2 35,7 236,1231,6 2017HR Privater Wohnungsbau3 Gewerblicher Wohnungsbau2 Nicht- wohnungsbau1 2020P 240,7 2019P 239,1 2018P +0,5 %+0,8 % +6,6 % +1,3 % Wachstum 2017HR -2018P Wachstumstreiber bleibt mittelfristig der gewerbliche Wohnungsbau Hochbauvolumen nach Segmenten, 2017HR-2020P Mrd. € (Preise von 2005) 1. Beinhaltet Wirtschaftsbau und öffentlichen Bau 2. Entspricht Geschosswohnungsbau 3. Entspricht Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern Quelle: DIW; Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung; P = Prognose EY-Parthenon  | 1514  | EY-Parthenon
  9. 9. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Zahl der Aufträge in der Bauwirtschaft steigen weiterhin Deutsche Bauunternehmen verzeichnen nach wie vor eine sehr gute Auftragslage. In allen Quartalen waren die Auf- tragsbestände 2017 höher als im Vorjahr, wobei der Woh- nungsbau die Vorjahresbestände im dritten Quartal nur knapp übertraf. Die Auftragseingänge zeigten ein unein- heitliches Bild, was vor allem an den Rückgängen im zweiten und dritten Quartal lag. Auf das ganze Jahr betrachtet nahmen die Auftragseingänge im gesamten Hochbau jedoch um 3,5 %, im Wohnungsbau um 1,9 % zu. In der Folge hat sich die Reichweite der bestehenden Aufträge auf über drei Monate vergrößert. Der Rückgang der Auftragseingänge im zweiten und dritten Quartal war allerdings auch auf die starke Entwicklung im vergleichbaren Vorjahreszeitraum zurückzuführen (Q2/2016 mit +23,5 % gegenüber Q2/2015). Der milde Jahresbeginn 2017 führte zu den Zuwächsen der Auftrag- seingänge im ersten Quartal. Zudem begünstigte ein milder Herbst die Auftragseingänge im Schlussquartal. Das deutliche Orderplus im letzten Quartal unterstützt die Wachstumserwartung für 2018. n Auftragsbestände Auftragseingänge Gesamter Hochbau Wohnungs- bau Wirtschafts- bau Öffentlicher Bau Positive Gesamtbilanz der Auftragslage trotz leichtem Rückgang der Auftragseingänge zur Jahresmitte Einflussfaktoren Hochbau: Auftragsbestände und Auftragseingänge, 2017 vs. 2016 Reales Wachstum gegenüber Vorjahr Quelle: Die Deutsche Bauindustrie 9,2 % 24,6 % 11,7 % 15,8 % 9,3 % 17,7 % 24,7 % 1,1 % –3,2 % 11,1 % –1,6 % 3,5 % 9,8 % 7,0 % 1,9 % 10,1 % –1,9 % –6,0 % 28,2 % 14,2 %16,9 % 12,8 % 17,3 % –8,6 % –0,3 % 10,4 % 7,1 % Q1 12,6 % 7,5 % Q4Q3 12,2 % 15,3 % Q2 8,5 % 11,4 % 1,7 % 6,2 % 14,0 % Q1 Q3Q2 Q4 Gesamtjahr EY-Parthenon  | 1716  | EY-Parthenon
  10. 10. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Volumen der Baugenehmigungen nach Wert leicht über Vorjahresniveau, aber realer Rückgang Während die Anzahl der Baugenehmigungen in allen Bereichen sank, stieg das bereits hohe Niveau der veran- schlagten Kosten für genehmigte Neubauten leicht an. Lediglich im privaten Wohnungsbau gingen die Baugeneh- migungen auch wertmäßig leicht zurück (-0,7 %). Im gewerblichen Wohnungsbau stieg die Anzahl der Bauge- nehmigungen gemessen an den veranschlagten Baukosten 2017 gegenüber 2016 um +0,7 % und damit nur unterhalb der Preissteigerung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 348.000 Baumaßnahmen im Wohnungsbereich ge- nehmigt, was einem Rückgang von -7,3 % im Vergleich zu 2016 entspricht. 2016 wurden besonders viele Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Dies ist u. a. auf einen Vorzieheffekt, ausgelöst durch die am 1. Januar 2016 in Kraft getretene verschärfte Energieeinsparverordnung (EnEV), zurück- zuführen. Dieser Effekt wurde insbesondere im privaten Wohnungsbau sichtbar, wo der Rückgang 2017 am stärksten war. Ein zweiter Sondereffekt im gewerblichen Wohnungsbau war der Rückgang von genehmigten Wohn- heimen, welche vermutlich ein Hoch durch Baumaßnahmen von Flüchtlingsunterkünften erlebt haben. Auch im Nichtwohnungsbau stieg die Zahl der Baugeneh- migungen gemessen nach veranschlagten Kosten leicht an. Nach den zweistelligen Zuwachsraten im Jahr 2016 nahm der Wert der Baugenehmigungen im Wirtschaftsbau um +2,6 % und im öffentlichen Bau um +2,1 %. n Nicht- wohnungs- bau Privater Wohnungsbau2 Gewerblicher Wohnungsbau3 Wohnungs- bau Wirtschaftsbau Öffentlicher Bau 27,1 21,7 23,1 23,3 25,8 27,3 +4,6 % -0,7 % 2012 2013 2017 19,9 2014 20162015 19,219,5 19,0 23,8 24,4 +4,6 % +2,6 % 12,1 14,7 16,6 18,3 23,6 23,7 +14,4 % +0,7 % 20152012 2013 20172014 2016 3,6 4,1 3,8 4,5 5,3 5,4 +8,2 % +2,1 % Nur leichte Steigerung der Baugenehmigungen unterhalb der Preissteigerung Baugenehmigungen, 2012-20171 Mrd. € veranschlagte Kosten des Bauwerks im Neubau (nicht preisbereinigt) 1. 2017 Basierend auf monatlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts 2. Entspricht Ein- und Zweifamilienhäusern 3. Entspricht Geschosswohnungen und Wohnheimen Quelle: Statistisches Bundesamt; EY-Parthenon-Marktmodell EY-Parthenon  | 1918  | EY-Parthenon
  11. 11. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Hohe Nachfrage führt bei Bauunternehmen zunehmend zu Kapazitätsengpässen Aufgrund des derzeit hohen Niveaus des Bauvolumens scheint Unternehmen im Baugewerbe zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen zu bringen. Aktuell füllen die Auftrags- bücher die Zeitpläne der folgenden drei Monate und mehr komplett aus, was zu langen Wartezeiten auf Kundenseite führen kann. Seit 2009 ist die Auslastungsquote konstant gestiegen und hat derzeit einen Wert von knapp 78 % erreicht. Diese war sogar während des Baubooms zu Wiedervereinigungszeiten mit 70 % deutlich geringer. Insgesamt deutet viel darauf hin, dass das Baugewerbe ein Niveau erreicht hat, das nah an der Kapazitätsgrenze liegt. n Hohe KapazitätsauslastungAnsteigender Auftragsbestand (# Monate) 3,6 2,9 0,0 2,8 3,0 3,5 3,4 3,3 3,7 3,2 3,8 3,1 Jul. 2016 Jan. 2015 Jul. 2015 Jan. 2016 Jan. 2017 Jul. 2017 Dez. 2017 75 % 76 % 0 % 74 % 77 % 78 % 79 % 80 % 81 % 82 % Jul. 2017 Jan. 2015 Dez. 2017 Jul. 2015 Jul. 2016 Jan. 2016 Jan. 2017 Steigende Anzahl der Auftragseingänge im Baugewerbe führt zu zunehmenden Kapazitätsengpässen Indikatoren für Engpässe im Hochbau Quelle: Ifo-Institut; DIW EY-Parthenon  | 2120  | EY-Parthenon
  12. 12. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Auf Kapazitätsengpässe reagiert die Branche mit steigenden Überstunden Die Ursachen für den gestiegenen Kapazitätsengpass liegen nicht zuletzt im Fachkräftemangel — die Mehrzahl der Stellen wird erst nach über vier Monaten besetzt und mittlerweile sieht jedes zehnte Bauunternehmen seine Bautätigkeit durch den Fachkräftemangel behindert. Trotzdem schafften es die Unternehmen im Hochbau über die letzten Jahre weiterhin Wachstum zu erzielen. Dies wurde z.B. über einen stärkeren Anstieg der geleisteten Stunden als der Beschäftigten erreicht. Andere Faktoren könnten Produktivitätsgewinne in der Leistungserbringung oder eine steigende Aktivität ausländischer Unternehmen im deutschen Hochbau sein. Diese werden in den Beschäft- igtenzahlen nicht erfasst. n Beschäftigte im Hochbau 100 101 104 105 107 107 108 111 2008 2010 2012 2014 2016 110% 90% 100% 120% Beschäftigte 97 98 110 108 109 113 112 115 2008 20122010 2014 2016 100% 110% 120% Geleistete Arbeits- stunden Anteil Bauunternehmen, deren Bautätigkeit durch Arbeitskräftemangel behindert wird1 Geleistete Arbeitsstunden im Hochbau Besetzungsdauer ausgeschriebener Stellen im Bau1 0-3 Monate 15 % 48 % 30 % 2013 28 % 2016 57 % 22 % Noch nicht besetzt ≥4 Monate 2 % 7 %7 % 11 % 2009 4 % 20122010 2011 8 % 2013 7 % 2014 7 % 2015 2016 Steigende Kapazitäten seit 2008 durch mehr Beschäftige, aber noch mehr durch mehr Arbeitsstunden – Personalengpässe behindern Unternehmen zunehmend Entwicklungen im Baugewerbe Index 2008 = 100 1. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.; ifo Institut Quelle: Destatis; Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.; ifo Institut EY-Parthenon  | 2322  | EY-Parthenon
  13. 13. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Indikatoren für Wachstum im Wohnungsbau bleiben positiv, werden aber schwächer Die relevanten Einflussfaktoren lassen auf eine anhaltend positive Entwicklung des Wohnungsbaus im privaten und gewerblichen Sektor über das Jahr 2017 hinaus schließen, auch wenn die Indikatoren dafür langsam schwächer werden. Der private Wohnungsbau profitiert von der gesamtwirt- schaftlichen Lage mit geringer Arbeitslosigkeit, steigendem verfügbarem Haushaltseinkommen und weiterhin niedrigen Zinsen. Die hohe Sparquote von 10 % zeigt, dass die Deut- schen trotz geringer Zinsen weiterhin zum ausgeprägten Sparen neigen. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Bedeu- tung von Wohneigentum als Sparmotiv dabei leicht zuge- nommen. Allerdings hat sich in 2017 ein abnehmendes Kreditvergabevolumen auf hohem Niveau gezeigt. In der kommenden Legislaturperiode kann nach Abschluss der Koalitionsvereinbarung mit staatlichen Anreizen wie zum Beispiel dem Baukindergeld für den privaten Wohnungsbau gerechnet werden. Auf Basis dieser Faktoren erwarten wir insgesamt bis 2020 ein Wachstum von +1,0 % pro Jahr im privaten Wohnungsbau. Für den gewerblichen Wohnungsbau erwarten wir in den Jahren 2018 bis 2020 eine fortgesetzte, aber abgeflachte Zunahme mit +3,7 % pro Jahr. Trends wie die anhaltende Urbanisierung und die Tendenz zu mehr Wohnraum pro Person wirken sich weiterhin positiv aus; das Wachstum wird allerdings mittelfristig durch gegenläufige Trends wie sinkende Renditen der Investitionen in Immobilien gebremst. n Baugenehmigungen weiterhin auf hohem Niveau – bestehende Nachfrage nach Geschosswohnungen u. Nachholbedarf wird Baugenehmigungen in diesem Bereich auch in Zukunft weiter wachsen lassen Urbanisierung und Engpässe bei erschwinglichem Wohnraum erzeugen hohen Wohnungsbedarf in Großstädten Steigerung der Mietpreise ist weiterhin geringer als die der Kaufpreise, was für Investoren das Verhältnis von stetigem Einkommen zu Kapitalbindung weniger attraktiv werden lässt Attraktivität von „Betongold“ nach wie vor hoch, Renditen verlieren gegenüber alternativen Anlageformen mittelfristig jedoch relativ an Attraktivität Finanzierungsumfeld weiterhin günstig, jedoch absehbare Abkehr von der expansiven Geldmarkt- politik der EZB; Baukreditvergabe an Privatpersonen ist weiter rückläufig Mietpreise steigen kontinuierlich an – insbesondere in Ballungsgebieten Konjunktur: positives Konsumklima, Beschäftigung wird weiter ausgebaut und verfügbares Haushaltseinkommens steigt an Ein anhaltender Trend zu Haushalten mit weniger Personen, aber mehr Wohnfläche ist feststellbar Einfluss- faktoren Einfluss auf … Ø jährliches Wachstum 2017HR-2020P: … privaten Wohnungsbau1 … gewerblichen Wohnungsbau2 +1,0% +3,7% Indikatoren positiv, aber leicht eingetrübt Einflussfaktoren Wohnungsbau Beurteilung der Einflussfaktoren 1. Entspricht Eigenheimbau 2. Entspricht Geschosswohnungsbau Quelle: EY-Parthenon-Marktmodell Negativer EinflussPositiver Einfluss Neutraler Einfluss EY-Parthenon  | 2524  | EY-Parthenon
  14. 14. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Verändertes Wohnverhalten vor allem im städtischen Bereich sorgt weiterhin für einen ansteigenden Wohnraumbedarf Die Dynamik im demografischen Wandel und die Entwick- lung der Haushaltsgrößen haben einen starken Einfluss auf den Wohnimmobilienmarkt. Es wird eine leichte Zunahme der Bevölkerungsanzahl prognostiziert; zusätzlich steigt aufgrund eines Trends zu kleineren Haushalten die Anzahl der Haushalte. Haushalte mit mehr als fünf Personen ver- zeichnen einen deutlichen Rückgang, während die Zahl an Ein- und Zweipersonenhaushalten zunimmt. Diese Entwick- lung ist mittlerweile auch in ländlichen Gebieten zu spüren. Gleichzeitig steigt aufgrund der positiven gesamtwirtschaft- lichen Situation die Pro-Kopf-Nachfrage nach Wohnfläche. n Trend zu weniger Personen pro Haushalt (Tsd. Haushalte) … … und steigender Wohnraumnachfrage (Tsd. m²) 40.595 42.432 17.242 18.027 13.773 15.081 4.796 4.840 3.541 3.542 786 603 457 340 2015 2025 Haushalte mit 894.363 952.019 1.347.104 1.465.430 467.871 526.211 574.335 577.767 2030 2015 Ländliche Kreise mit Verdichtungsansätzen Städtische Kreise Kreisfreie Großstädte Dünn besiedelte ländliche Kreise CAGR 2015-2030 +0,4 % +0,4 % +0,9 % +0,1 % +0,0 % -2,6 % -2,9 % CAGR 2015-2025 +0,6% +0,8% +0,0% +0,4% Ø Personen pro Haushalt: 2,0 Ø Personen pro Haushalt: 1,9 Kleinere Haushalte und steigende Wohnraumnachfrage vergrößern den Bedarf für Wohnungsbau Quelle: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR); Euromonitor Insgesamt 1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 Personen 6+ Personen Trends begünstigen Nachfrage im Wohnungsbau EY-Parthenon  | 2726  | EY-Parthenon
  15. 15. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Urbanisierung führt zunehmend zu regionalen Unterschieden Urbanisierung ist ein anhaltender Trend. Vor allem große Metropolregionen verzeichnen hohe Wachstumsraten, aber auch mittelgroße Städte und deren Einzugsgebiete wachsen deutlich. Abwanderungsregionen sind oft eher strukturschwach und weit entfernt von größeren Zentren oder schlecht an diese angebunden. n Bevölkerungsprognose ausgesuchter Städte, 2015 vs. 2035 (Mio.) Prognose zum Anteil von Stadt- und Landbewohnern, 2000-2050 25 % 2010 74 %Stadt- bewohner 19 %Land- bewohner 2050 80 % 20 % 17 %18 % 78 % 21 % 2035 23 % 2020 82 % 75 % 24 % 2045 79 % 20302025 83 %81 % 2015 2040 27 %27 % 26 % 20052000 73 %73 % 76 % 2035 82 22035 München 2035 Berlin 2015 4 11,0% 14,5% Deutschland 1,1% 14,5% 2015 83 4 2015 1 Frankfurt (am Main) 2035 1 Urbanisierungstrend hält an – große Städte sind für Deutsche attraktiv Landflucht in Deutschland und Bevölkerungszuwachs in ausgesuchten Städten Quelle: United Nations; Institut der deutschen Wirtschaft Köln 20352015 EY-Parthenon | 2928 | EY-Parthenon
  16. 16. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Wohnungsdefi zit nimmt weiterhin zu — vor allem in Metropolregionen Aufgrund der beschriebenen Bevölkerungsverschiebung in städtisches Gebiet und der damit einhergehenden ge- stiegenen Wohnungsnachfrage, insbesondere für Ein- und Zweipersonenhaushalte, erwarten Experten in den kom- menden Jahren einen hohen Bedarf; Schätzungen liegen bei ca. 400 Tsd. neuen Wohnungen pro Jahr. Dieser Bedarf wurde mit Fertigstellungszahlen 2017 von 325 Tsd. und insbesondere 2016 mit 280 Tsd. bislang nicht gedeckt. Daher ist auch künftig mit steigenden Mietpreisen und sinkenden Leerstandsquoten zu rechnen, vor allem in Metropolregionen wie München, Hamburg und Berlin. n Entwicklung des BaubedarfsBaubedarf und Wohnungsfertigstellungen (Tsd.) Fertigstellungen Bedarf „Wir brauchen mindestens 200.000 Neubauwohnungen mehr, als zuletzt gebaut wurden. Wissenschaftler schätzen den aktuellen Neubaubedarf auf 400.000 Wohnungen im Jahr.“ Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB) „Wohnungsangebot und Nachfrage klaffen gerade in den Städten weiterhin stark auseinander. Statt der benötigten 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr sind 2016 nur 278.000 und 2017 etwa 300.000 Wohnungen fertiggestellt worden. Wir brauchen zusätzliche Anstrengungen für den Wohnungsneubau, insbesondere für den bezahlbaren Mietwohnungsneubau [...].“ Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB) Düsseldorf Hamburg Berlin München Stuttgart Frankfurt a. M. Köln >5 <1 1–2 2–3 3–4 4–5 Wohneinheitenbedarf je 1.000 Einwohner -1% 2020P ~250 2015 ~370 ~395 2019P ~335 2017P 2018P ~325 2016 ~385 ~380~375 ~280 ~390 Bedarf an neuem Wohnraum übertrifft auch künftig die Fertigstellungsquoten, wodurch insbesondere in Städten das Wohnungsdefizit ansteigt Wohnraummangel und Entwicklungen des Wohnungsmarktes 1. Gewichteter Durchschnitt aus Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart 2. Veränderung der Einwohnerzahl 2010 bis 2015: >+1 % Wachstum, <-1 % Schrumpfung; Wachstumsregionen sind in der Regel Ballungsräume Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln; Ifo-Institut; Verband der Sparda-Banken e.V. P = Prognose EY-Parthenon | 3130 | EY-Parthenon
  17. 17. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Wohneigentum gewinnt als Sparmotiv an Bedeutung Im Vergleich zu 2016 blieb die Sparquote konstant bei 9,7 %, während das verfügbare Einkommen um +3,9 % stieg. Somit setzte sich der seit 2013 andauernde Trend steigender Ersparnisse fort. Dies ist insbesondere positiv zu bewerten, da Wohneigentum nach wie vor eines der wichtigsten Sparmotive der Deutschen ist. Das Eigenheim bleibt für Deutsche weiterhin ein Ziel, für das sich das Sparen lohnt. Während Konsum als Kernspar- motiv seinen Spitzenplatz von 2016 im vergangenen Jahr an die Altersvorsorge verlor, gewann Wohneigentum wieder an Bedeutung. 2017 nannten 40,7 % der Befragten Wohneigentum als eines der wichtigsten Sparmotive. Dies entspricht einer Steigerung von +2,0 Prozentpunkten gegenüber 2016. n Wohneigentum als Sparmotiv3, Nennungen im Herbst 2017 und Veränderung zum Vorjahr in Klammern Entwicklung verfügbares Einkommen und Sparquote Sparmotive in Deutschland 1.000 500 1.500 2010 2.000 20082004 2006 2012 2014 2016 2018 Verfügbares Einkommen1, 2 (Mrd. €) Verfüg- bares Einkommen +2,2 % 10 % 5 % 15 % Spar- quote -1,2 %- Punkte +0,8 %- Punkte 3 1 2 Wohneigentum 40,7 % (+2,0 %) Konsum 51,1 % (-6,0 %) Altersvorsorge 51,7 % (-1,8 %) Verfügbares Einkommen nimmt bei konstanter Sparquote weiter zu – Wohneigentum nach wie vor Kernsparmotiv Einflussfaktoren auf die Entwicklung des privaten Wohnungsbaus 1. Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland nach dem Ausgabenkonzept 2. Marginale Unterschiede im zeitlichen Verlauf zur Vorjahrespublikation aufgrund Revisionen, wie der europaweiten Einführung des neuen Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 3. Mehrfachnennungen möglich Quelle: Statistisches Bundesamt; Umfragen der privaten Bausparkassen Sparquote EY-Parthenon | 3332 | EY-Parthenon
  18. 18. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Leicht steigende Inflation bislang ohne Auswirkungen auf den Kreditzinssatz Das günstige Zinsumfeld wird sich im kommenden Jahr weiterhin positiv auf die Bauindustrie auswirken. In den USA kann aber bereits eine schrittweise Erhöhung der Zinsen durch die FED beobachtet werden. Auch die Bank of England hat in der zweiten Hälfte 2017 eine erste Erhö- hung der Leitzinsen vorgenommen. Im Euro-Raum liegen die Inflationserwartungen aber auch im Prognosezeitraum bis 2020 weiterhin unterhalb des Zielwertes der EZB von ca. 2 %. Die Zinsen für neu vergebene Wohnungsbaukredite sind zum ersten Mal seit 2011 nicht weiter gesunken, sondern betrugen wie schon 2016 im Schnitt 1,8 %. Nach Erreichen des Tiefpunktes bei +1,60 % im vierten Quartal 2016 stiegen die Zinsen bis auf +1,87 % im August 2017, fielen jedoch bis Dezember 2017 wieder leicht auf +1,84 %. Damit bieten sich weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen für die private und gewerbliche Baufinanzierung. Das Volumen neu vergebener Kredite ist allerdings auch 2017 zurückgegangen, befindet sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau und liegt mit 213 Mrd. € über dem 10-Jah- res-Durchschnitt von 202 Mrd. € (Median: 195 Mrd. €). n Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB EY-Parthenon  | 3534  | EY-Parthenon
  19. 19. Ballungszentren Ø Deutschland Entwicklung der MietrenditenEntwicklung des Miet- und Kaufpreisindex 180 130 150 110 120 140 160 170 190 2008 10 12 14 16 2018 Ballungszentren Ballungszentren Ø Deutschland Ø Deutschland „Da die Kaufpreise in den vergangenen sechs Jahren deutlich stärker gestiegen sind als die Mieten, müssen sich Anleger heute mit im Durchschnitt um gut einen Prozentpunkt niedrigeren Mietrenditen begnügen als früher – teilweise sogar mit noch deutlich weniger.“ Prof. Tobias Just, wissenschaftlicher Leiter der IREBS Immobilienakademie an der Universität Regensburg Entwicklung Kaufpreise Entwicklung Mietpreise „Deutschlands angespannter Wohnungsmarkt bekommt zusätzlichen Druck von vermögenden Kunden aus aller Welt. Bei Immobiliendeals jenseits der zehn Millionen Euro stammte 2017 mehr als jeder zweite Euro aus dem Ausland.“ Verband deutscher Pfandbriefbanken 3,5 10 4,0 12 5,0 2008 14 16 2018 4,5 Ø Deutsch- land Ballungs- zentren Kaufpreissteigerung in Ballungsräumen zieht weiter an und beeinflusst die Mietrendite damit negativ Entwicklung Miet- und Kaufpreisindex1 sowie Mietrenditen2, Ballungszentren3 und Durchschnitt Deutschland, 2009–2017 Index 2009 = 100 1. Mietpreise (Nettokaltmieten) und Kaufpreise (Eigentumswohnungen) inserierter Angebote aus über 100 Anzeigenquellen für 114 Städte. Die Rohdaten wurden nach der hedonisch-statistischen Wertermittlungsmethode normiert. Wohnungsauswahl: Neubau (ab 2012: Die jeweils letzten zehn Baujahrgänge; bis Ende 2011: Baujahr ab 2000), 60–80 m², höherwertige Ausstattung; Abweichungen zur letzten Hochbauprognose resultieren aus neuer Erhebungslogik Quelle: Empirica 2. Bruttomietrendite = Jahresmiete × 100 / Kaufpreis 3. Big 7: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München, Stuttgart Trend stärker steigender Kauf- als Mietpreise setzt sich fort In den letzten Jahren sind die Kaufpreise für Immobilien deutlich stärker gestiegen als die Mietpreise, vor allem in Ballungsräumen. Diese sich öffnende Schere drückt naturgemäß auf die Bruttomietrendite für (Neu-) Investi- tionen, wobei die niedrigen Zinsen derzeit immer noch gute Renditen ermöglichen. Dies kann sich bei steigenden Zinsen jedoch ändern. In Ballungsräumen ist dieser Effekt deutlich stärker als in Mittelzentren — mit ein Grund dafür, dass diese zunehmend interessant für Investoren werden. n EY-Parthenon  | 3736  | EY-Parthenon
  20. 20. Verschuldungsgrad4 privater Haushalte (% auf HH-Bruttoeinkommen p. a.) Die Kaufpreise steigen schneller als die Mieten Die Verschuldungsrate privater Haushalte über- steigt deren Einnahmen- niveau Um die überhöhte Nachfrage abzudecken, wird gebaut – langfristig entsteht jedoch ein Überangebot Sehen Sie Anzeichen dafür, dass sich eine Immobilien- preisblase entwickelt?3 ~250 2018P ~280 ~350-400 ~335 2016Baubedarf p.a. 2016-20 ~325 2015 2017P Typische Indikatoren für eine Immobilienblase … … auch Experten sind geteilter Meinung… treffen im Vergleich nicht akut auf Deutschland zu … 135 % 144 % 2017 Keine Meinung „Nein“ oder „eher nein“ „Ja“ oder „evtl.“ 3 % 57 % 39 % Kaufpreis, real (%-Veränderung) Mietpreis1 (%-Veränderung) +17 % +7 % +22 %2 +13 % +48 % +17 % 95 % 86 %2007 2007 (Platzen der Immobilienblase) 2016 2017 vs. 2012 2007 (Platzen der Immo-bilienblase) vs. 2002 Wohnungsfertigstellungen Trifft zu Einige Kriterien, die bei anderen Nationen vor dem Platzen der dortigen Immobilienblase zutrafen, sind in Deutschland derzeit nicht erfüllt Indikatoren Immobilienblase im Vergleich Quelle: OECD; Institut der dt. Wirtschaft Köln; Ifo-Institut; Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen; Pestel Institut; Empirica; CBRE; Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung; Presserecherche 1. Einschließlich Ist-Mieten, unterstellte Mieten und Instandhaltung und Reparatur 2. Für USA nur Einfamilien-Bestandsbauten 3. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Expertenpanel Immobilienbranche, n = 193 4. Schulden hauptsächlich aus Hypothekendarlehen, aber auch Verbraucherkredite (Kreditkarten, Autokredit) Geteiltes Meinungsbild über eine mögliche Immobilienblase im Wohnimmobilienmarkt Experten sind geteilter Meinung: 57 % der Befragten aus der Immobilienbranche sehen momentan Anzeichen dafür, dass sich in Deutschland eine Immobilienblase entwickelt — klar dafür aussprechen tut sich jedoch nur jeder Dritte von ihnen laut einer Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt-und Raumforschung. Es herrscht ein gespaltenes Bild. Einerseits werden erste Anzeichen für eine Immobilienblase sichtbar: Die Kaufprei- se steigen insbesondere in Ballungszentren schneller als die Mietpreise, und niedrige Zinsen wie auch die anhaltend hohe Nachfrage treiben die Bautätigkeit an. Andererseits ist durch den vorhandenen Nachfrageüberhang die Gefahr von Überkapazitäten in naher Zukunft gering. Hinzu kommt, dass deutsche Hausbauer ein eher risikoaverses Finanzierungsverhalten zeigen. Sie belasten ihre Haushalte nicht um ein Vielfaches ihres Haushaltseinkommens, wie es in einigen anderen Ländern während der dortigen Immobili- enblase der Fall war. In der mittel- bis langfristigen Betrachtung bleiben diese Tendenzen weiter zu beobachten. n EY-Parthenon | 3938 | EY-Parthenon
  21. 21. Wohnungsbau Nichtwohnungsbau Reno- vierungs- volumen (Mrd. €) Reno- vierungs- anteil 65,6 % 2019P2013 20162014 2015 2018P2017HR 2020P 72,7 % 71,0 % 69,3 % 67,8 % 66,6 % 65,8 % 65,5 % -6,1 %-Punkte -1,0 %-Punkte 2018P2013 40,2 % 2014 2015 2019P2016 2017HR 40,7 % 2020HR 39,1 % 39,6 % 41,5 % 41,2 % 40,9 % 40,8 % +2,1 %-Punkte -0,1 %-Punkte 102,7 102,6 102,2 105,1 106,5 107,8 109,0 110,1 +0,9 % +1,1 % 27,9 28,4 28,2 29,4 29,5 29,6 29,6 29,7 +1,4 % +0,2 % Stabiles bis leicht steigendes Renovierungsvolumen Renovierungsvolumen und -anteil nach Segmenten in Deutschland1, 2013-2020P 1. Abweichende Zahlen zu vorherigen EY-Parthenon-Hochbauprognosen sind ggf. rückwirkenden Zahlenkorrekturen der Quelldateien geschuldet Quelle: DIW; EY-Parthenon-Marktmodell HR = Hochrechnung; P = Prognose Renovierungsgeschäft bleibt auf hohem Niveau Im Wohnungsbau sank der Renovierungsanteil in den letz- ten Jahren konstant und wird 2018 voraussichtlich 65,8 % betragen. Dies ist jedoch nicht auf einen Rückgang der Nachfrage nach Renovierungen zurückzuführen, sondern auf das stärkere Wachstum im Neubau. Auch in den nächsten Jahren erwarten wir eine sehr stabile bis leicht steigende Nachfrage nach Renovierungsleistun- gen. n EY-Parthenon  | 4140  | EY-Parthenon
  22. 22. Baugenehmigungen und -fertigstellungen an bestehenden Gebäuden2 (Tsd.) 13,2% 28 19 11,9% 9,9% 10,6% 2010 10,3% 2011 2012 10,5% 11,1% 2013 10,2% 2014 11,1% 37 2015 13,5% 13,9% 2016 17 23 25 10,2% 20 Anzahl Baufertigstellungen an bestehenden Gebäuden Anteil Fertigstellungen an bestehenden Gebäuden3 Anteil Genehmigungen an bestehenden Gebäuden ► Derzeit wird nur etwa ein Zehntel aller Bautätigkeiten an bestehenden Gebäuden vorgenommen. ► Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin geht davon aus, dass davon max. 1/3 Dach- aufstockungen oder -ausbauten waren – dies entspräche ~6.000 bis 12.000 Wohnungen p. a. (~3 bis 4 % der gesamten Baufertigstellungen). ► Es bestünde jedoch Potenzial für insgesamt 1,12 Mio.1 Wohnungen in Regionen mit erhöhtem Wohnungsbedarf. „Wir heben bisher nur einen Bruchteil der Potenziale, die Dachaufstockungen und Dachausbauten bieten.“ Direktor Harald Herrmann des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung Nachverdichtung durch Aufstockung derzeit noch mit geringem Anteil an den gesamten Baufertigstellungen und deutlich unter Potenzial Realisierung und Potenzial – Dachaufstockung 1. Studie „Wohnraumpotentiale durch Aufstockungen“, Pestel Institut/TU Darmstadt 2. Hierunter fallen alle baulichen Veränderungen an bestehen Gebäuden durch Umbau, Ausbau, Erweiterung (z.B. Anbau oder Dachaufstockung) sowie Wiederherstellungsmaßnahmen 3. Fertigstellungen an bestehenden Gebäuden im Vergleich zu den Fertigstellungen an Wohngebäuden insgesamt Quelle: Pestel Institut/TU Darmstadt; Destatis; Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung Auch das Renovierungsvolumen profitiert von dem Wohnungsmangel in Städten, z.B. durch Aufstockungen Einer der Gründe für die anhaltende Nachfrage ist, dass auch mit Renovierungen dem Wohnungsmangel entgegnet werden kann, da z.B. Dachaufstockungen ebenfalls zu den Renovierungen zählen. Die Vorteile von Dachaufstockun- gen liegen auf der Hand: Es muss kein neuer Baugrund erschlossen werden, es fallen keine Grunderwerbskosten an und die Nutzungsdauer entspricht derjenigen von Neubauten. Gerade in den Zentren der Ballungsräume, in denen Bauflächen Mangelware sind, bieten Aufstockungen eine Möglichkeit, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Trotz dieses Potenzials entwickelt sich der Markt aber nur langsam, da diese Baumaßnahmen mit einigen technischen Hürden verbunden sind. Anforderungen an die Statik des Gebäudes und der meist nicht vorhandene Anschluss an das Leitungssystem des bestehenden Hauses machen teilweise umfangreichere Eingriffe auch in bestehende Wohnungen notwendig. Die damit verbundene Belastung der Mieter kann dazu führen, dass Immobilienbesitzer von diesem Schritt Abstand nehmen. n EY-Parthenon  | 4342  | EY-Parthenon
  23. 23. Weiterhin sehr zurückhaltende öffentliche Investitionen Sehr gute Finanzlage der Kommunen, zusätzlich Programme zur finanziellen Förderung von (v. a. finanzschwachen) Kommunen durch den Bund Anzahl der Baugenehmigungen steigend im Wirtschaftsbau und konstant im öffentlichen Bau Deutliche Zunahme von Auftragseingängen und -beständen im Wirtschafts- und öffentlichen Bau Weiterhin solides Wachstum bei Unternehmensinvestitionen erwartet Hohe Steuereinnahmen in Deutschland auch für die Folgejahre prognostiziert Positiver Geschäftsklimaindex bei gesunkener wirtschaftspolitischer Unsicherheit Weiterhin positives Wachstum der deutschen Wirtschaft erwartet Nachholbedarf bei öffentlichen Bauprojekten, zum Beispiel bei Schulen und öffentlichen Verwaltungsgebäuden Vorzeichen im Nichtwohnungsbau leicht positiv Einflussfaktoren Nichtwohnungsbau Vorzeichen im Nichtwohnungsbau leicht positiv Quelle: EY-Parthenon-Marktmodell Einfluss- faktoren Einfluss auf … Ø jährliches Wachstum 2017HR-2020P: … Wirtschaftsbau … öffentlichen Bau +0,6 % +0,1 % Negativer EinflussPositiver Einfluss Neutraler Einfluss Nichtwohnungsbau stabil bis leicht steigend Nachdem der öffentliche Bau 2016 deutlich zugelegt hat, kühlte sich die Investitionsfreude 2017 wieder ab. Trotz steigender Auftragseingänge wird sich das öffentliche Bauvolumen im Hochbau auch in Zukunft nur marginal positiv verändern. Daran ändern auch hohe Steuereinnah- men und die folglich gute Finanzlage der Kommunen nur wenig (+0,1 % p. a. zwischen 2017 und 2020). Der Wirtschaftsbau hatte nach einem eher schwierigen Jahr 2015 auch 2016 immer noch leichte Probleme, war aber auf dem Weg der Besserung. 2017 konnte dann wieder ein Wachstum von 1,7 % verzeichnet werden. Zwar soll dies in den kommenden Jahren nicht mehr so deutlich ausfallen — mit +0,6 % p. a. bis 2020 lässt sich aber weiter- hin ein stabiles Wachstum prognostizieren. Dieser positive Ausblick auf die kommenden Jahre stützt sich auf das gute Klima in der Wirtschaft, steigende Investitionstätigkeit und die gesunkene Unsicherheit bezüglich der wirtschafts- politischen Lage in wichtigen Exportmärkten. n EY-Parthenon  | 4544  | EY-Parthenon
  24. 24. ► Unsicherheit nimmt seit Anfang 2017 deutlich ab, vor allem zu Jahresbeginn 2018. ► Wirtschaftswachstum aus 2017 scheint sich trotz Brexit und der US-Politik positiv auf die Aussichten für 2018 auszuwirken ► Steigende Erwartungen seit Anfang 2017 für die gewerbliche Wirtschaft ► Positive, jedoch schwankende Erwartungen im Hochbau ► Höchste Erwartungen für das erste Halbjahr 2018 seit vier Jahren Wirtschaftspolitische Unsicherheit (erhobener Index) Geschäftserwartungen2 (Saldo positiver / negativer Einschätzungen, saisonbereinigt) 0 -5 5 10 15 20 Dez. 17 Dez. 13 Dez. 14 Juni 14 Juni 17 Dez. 15 Juni 15 Juni 16 Dez. 16 3,1 9,3 -0,7 0,7 3,0 -0,7 2,5 6,1 2010 2011 2014 20152012 2013 2016 2017 „Der Anstieg der Bau- investitionen dürfte 2018 noch etwas kräftiger als in 2017 ausfallen.“ Publikation einer deutschen Bank Aus- blick 2018 201842008 20122010 2014 100 2016 120 140 160 180 200 220 240 Anlageinvestitionen Nichtwohnbauten3 (%-Veränderung gegenüber Vorjahr) Gewerbliche Wirtschaft Hochbau Lesebeispiel: Erwartungen für das erste Halbjahr 2017 Geschäftsklima verbessert sich, Investitionen steigen und die wirtschaftspolitische Unsicherheit hinsichtlich wichtiger Exportmärkte sinkt Einflussfaktoren Wirtschaftsbau: Geschäftsklima1, Investitionen und Unsicherheit in Deutschland Quelle: Ifo-Institut; Statistisches Bundesamt; Deutschland-Monitor; Economic Policy Uncertainty 1. Geschäftserwartungen = Beurteilung des nächsten halben Jahres 2. Marginale Unterschiede im zeitlichen Verlauf zur Vorjahrespublikation aufgrund von ständigen Saisonbereinigungen 3. Bruttoanlageinvestitionen aller deutschen Wirtschaftseinheiten in Nichtwohnbauten, die zum längeren Produktionseinsatz errichtet werden 4. Daten für 2018 enthalten nur Januar und Februar Positive Geschäftserwartungen und sinkende Unsicherheit Die Geschäftserwartungen im deutschen Hochbau haben sich nach mehrjährigen negativen Aussichten Anfang 2017 zum Positiven gewendet. Zwar wurde der Trend gegen Mitte des Jahres etwas getrübt, jedoch blickt man im Be- reich des Hochbaus Anfang 2018 wieder sehr zuversicht- lich in die Zukunft. Die gesamte gewerbliche Wirtschaft verzeichnet im gleichen Zeitraum konstant steigende Geschäftserwartungen. Nachdem die Anlageninvestitionen für Nichtwohnbauten 2015 leicht zurückgegangen sind, hat sich der Trend seitdem wieder gewendet. Insbesondere 2017 fand eine deutliche Zunahme von über 6 % im Vergleich zum Vorjahr statt. Dieser Trend geht einher mit der seit 2017 sinkenden wahrgenommenen Unsicherheit der Entwicklung des wirtschaftspolitischen Umfelds in wichtigen Exportmärkten. Nachdem der Economic Policy Uncertainty Index 2016 mit über 230 den höchste Wert der letzten Jahre ausgewiesen hat, ist er Anfang 2018 auf unter 100 gefallen. Damit weisen alle Faktoren auf einen positiven Ausblick für den Wirtschaftsbau in den kommenden Jahren hin. Dies geht mit den nach oben korrigierten Aussichten bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Lage für 2018 einher. n EY-Parthenon  | 4746  | EY-Parthenon
  25. 25. Veränderung 2011-2017 (%-Punkte) 2013 201720152011 2012 0,0 % 2014 2016 7,5 % 2,5 % 5,0 % 10,0 % 12,5 % 15,0 % 17,5 % Frankfurt a. M. Düsseldorf Hamburg Köln München Stuttgart Berlin Leerstandsquoten von Büroflächen 6,2 5,9 4,7 4,1 3,7 3,6 3,5Hamburg Köln Frankfurt a. M. Düsseldorf Berlin Stuttgart München Die Leerstandsquote in den großen Städten sinkt seit Jahren kontinuierlich – Investitionen werden damit rentabler und wahrscheinlicher Entwicklung der Leerstandsquote in Ballungszentren, 2011 und 2017 Quelle: Colliers International; Grossman & Berger; Larbig & Mortag; Statista Die Umwandlung von Bürofl ächen in Wohnraum führt in Ballungszentren zu niedrigen Leerstandsquoten für Büros In den sieben größten Städten sind freie Büroflächen schwer zu finden. Dort standen 2017 im Durchschnitt nur 4,5 % leer, so wenig wie seit 15 Jahren nicht mehr. Insbesondere in Berlin, München und Stuttgart (mit einer durchschnittlichen Leerstandsquote von 2,2 % im Jahr 2017) sind Büros praktisch voll vermietet. Frankfurt ver- zeichnet zwar den stärksten Rücklauf der Leerstandsquote in den letzten Jahren, hat aber mit fast 10 % Leerstand immer noch ein überdurchschnittliches Niveau. 2016 und 2017 hat sich der Urbanisierungstrend weiter durchgesetzt. Dementsprechend stieg die Nachfrage nach Wohnraum und viele Investoren konzentrierten sich auf den Wohnungsbau. Für die Errichtung von neuem Wohnraum wurden auch Büroflächen abgerissen oder umgebaut. Die Rentabilität neuer Investitionen und damit auch die Anreize zu stärkerer Bautätigkeit in diesem Sektor dürften in der Folge damit wieder nachhaltig steigen. n EY-Parthenon | 4948 | EY-Parthenon
  26. 26. 14,8 11,912,0 18,5 15,3 14,0 13,0 15,4 12,913,4 20,0 17,3 15,4 19,2 +8,1 % +13,1 % +10,0 % +47,3 % DüsseldorfKöln +11,7 % +4,1 % +8,4 % Hamburg StuttgartMünchenBerlin Frankfurt 2017 2013 Die niedrigen Leerstandsquoten haben für ein fast durchgängig zweistelliges Wachstum der Büromieten in den Großstädten gesorgt Durchschnittsmieten, 2013-2017 €/m2 Quelle: Colliers International Infolge der Flächenengpässe und der hohen Nachfrage stiegen die Mietpreise für Bürofl ächen in den Innenstädten Wegen der Flächenengpässe wurde bereits in einer sehr frühen Bauphase mit Nutzern verhandelt, wodurch Neu- bauten generell schnell vermietet werden konnten. „Forward Renting“ ist ein Indikator dafür, dass Investoren positive Aussichten haben. Die hohe Nachfrage und der sinkende Leerstand führten zu steigenden Mietpreisen in den Ballungsräumen. In allen Städten außer Hamburg stiegen 2017 die Mieten. Im Ver- gleich zu 2013 sind die Durchschnittsmieten ausnahmslos in allen Städten gestiegen, teilweise allerdings kaum ober- halb der Inflationsrate (z. B. in Düsseldorf). In Berlin, München, Stuttgart und Hamburg waren die Zuwächse im Vergleich zu 2013 zweistellig. Wenn sich dieser Trend weiterhin fortsetzt, wird es auch zu stärkeren Investitionen in Bürogebäude kommen. n EY-Parthenon | 5150 | EY-Parthenon
  27. 27. 93,1 97,5 99,8 100,0 100,8 120,2 102,9 105,6 127,1 108,1 116,4 100,6 97,3 96,2 97,497,3 97,7 Nach Ablauf der Konjunkturprogramme überdurchschnittlich starker Rückgang aufgrund von Vorzieheffekten Konjunkturprogramme mit kurzfristig positivem Effekt 2007 2008 20102009 20122011 2013 20141 20151 20161 2017 HR 2004 2005 2006 2018P 2019P 2020P Finanzielle Unterstützungsprogramme für Kommunen ab 2016 Öffentlicher Hochbau wieder auf höherem Niveau – jedoch nur mit leicht positiver Entwicklung für die Zukunft prognostiziert Entwicklung Hochbauvolumen – öffentlicher Bau, 2004-2020P Index 2005 = 100, Preise von 2005 1. Abweichende Zahlen zu vorherigen EY-Parthenon-Hochbauprognosen aufgrund nachträglicher Anpassung der letzten 2bis 3 Veröffentlichungsjahre seitens DIW, basierend auf neuen Umsatzsteuerdaten Quelle: EY-Parthenon-Hochbauprognose (ab 2015); DIW und eigene Berechnung (2002-2014) Öffentlicher Bau bleibt stabil Für den öffentlichen Nichtwohnungsbau erwarten wir ein leichtes Wachstum (+0,1 %) von 2017 auf 2018. Nach einem starken Wachstum im Jahr 2016 kann dieses Niveau also weiterhin gehalten werden. Das Bild 2017 war nicht eindeutig. Zwar haben die Auf- tragseingänge 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich zuge- nommen, aber die Anzahl der genehmigten Baumaßnah- men ist um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr gefallen. Das Niveau bleibt damit aber immer noch deutlich über dem des Jahres 2015. Auch die veranschlagten Kosten für die genehmigten Maßnahmen sind 2017 lediglich unterhalb der Preissteigerung gestiegen. Die öffentlichen Finanzen haben sich in der jüngeren Ver- gangenheit positiv entwickelt und der Bedarf für Investitio- nen bleibt bestehen, sodass wir keinen erneuten Rückgang auf das Niveau der Jahre 2013 bis 2015 prognostizieren. Die vorhandenen Personalkapazitäten für die Planung in der kommunalen Verwaltung stehen einem stärkeren kurz- fristigen Wachstum aber wohl im Wege. n EY-Parthenon  | 5352  | EY-Parthenon
  28. 28. Finanzierungs- saldo der Kommunen (Mrd. €) -8,8 -2,9 0,9 1,1 -0,6 3,2 5,4 201520142010 20122011 2013 2016 Kommunale Finanzlage entspannt sich, … Wahr- genommener Investitions- rückstand 20161 (Mrd. €) Kinder- betreuung 44 % Gesamt 15 % Schulen(inkl.Er- wachsenenbildung) Sportstättenund Bäder ÖffentlicheVer- waltungsgebäude 14 % 7 % 20 % Sonstiges ~74 Investitionsrückstand der Kommunen vor allem bei Schulen, Verwaltungsgebäuden und Sportstätten / Bädern … aber die vorhandene Kapazität lässt vermutlich kein größeres Wachstum der Bautätigkeit zu Vollzeit- äquivalent der Beschäftigen im kommunalen Bereich „Bauen und Wohnen“2 2011 2012 20142013 2015 2016 31,8 36,0 34,0 32,1 32,6 31,7 -12 % Gute Finanzlage der Kommunen und Investitionsrückstand sprechen für eine stabile Entwicklung der öffentlichen Bauaktivitäten Einflussfaktoren öffentlicher Bau 1. Erhoben 2017, nur für den Hochbau relevante Bereiche berücksichtigt 2. Stichtag 30.06 des jeweiligen Jahres Quelle: KfW; Gemeindefinanzbericht; Statistisches Bundesamt; BMBF; Presserecherche Stabile Entwicklung im öffentlichen Bau Nach starker Zurückhaltung im öffentlichen Bau hat sich die Investitionssituation 2017 entspannt. Mittelfristig erwarten wir eine stabile Entwicklung der Investitionen aus öffentlicher Hand. 2016 war erneut ein gutes Jahr für die Finanzlage der Kommunen: Nach den Verlustjahren 2009 bis 2011 und einem Pendeln um den Nullpunkt in den Jahren2012 bis 2014 wurde seit 2015 ein positiver Finanzierungssaldo erreicht. Dem gegenüber steht ein erheblicher Investition- srückstand, der sich über die vergangenen Jahre aufgebaut hat. Vor allem bei Schulen, öffentlichen Verwaltungsgebäu- den und Sportstätten bzw. Bädern sind Investitionen der Kommunen notwendig. Allerdings wurde der Rückgang der Investitionen in den vergangenen Jahren auch durch eine Verringerung der personellen Kapazitäten in der kommunalen Verwaltung begleitet. Diese Tatsache wird sich vermutlich begrenzend auf ein mögliches Wachstum auswirken. n EY-Parthenon  | 5554  | EY-Parthenon
  29. 29. HintergrundSegment Hintergrund Trends für 2018 Trends bis 2020 Reno- vierung Anteil 20171 Neu- bau Privater Wohnungsbau Gewerblicher Wohnungsbau Nicht- wohnungsbau 12,9 % 10,8 % 18,1 % ► Erneute Verbesserung der Auftragslage ► Großer Rückstau durch Kapazitätsengpässe ► Anhaltend günstige Finanzierungsbedingungen, jedoch abnehmendes Neukreditvolumen ► Hoher Nachfragedruck in Ballungsräumen ► Günstige Finanzierungsbedingungen ► Bevölkerungswachstum ► Vor allem öffentliche Träger weiterhin zurückhaltend ► Positive Geschäftserwartungen der Unternehmen und damit steigende Anlageninvestitionen ► Rückgang der Baugenehmigungen ► Deutlicher Anstieg der Baupreise ► Das Eigenheim bleibt ein wichtiges Sparziel ► Steigende Preise für Bauleistungen verringern Renditen zunehmend ► Wohnungsknappheit in Ballungszentren durch kleinere Haushalte und mehr Wohnfläche pro Person ► Wirtschaftsbau entwickelt sich mit dem BIP, für welches schwächere Wachstumsquoten erwartet werden ► Öffentlicher Bau mit positivem Trend durch erhöhte Steuereinnahmen, Nachholbedarf wird nur langsam aufgeholt Privater Wohnungsbau Gewerblicher Wohnungsbau Nicht- wohnungsbau 40,4 % 5,3 % 12,5 % ► Nachfrageüberhang aufgrund der Bevorzugung von Neubau bei Kapazitätsengpässen ► Potenziale bei (Dach-)Ausbauten ► Günstige Finanzierungsbedingungen ► Nachfrage nach gehobenem Wohnstandard in Ballungsräumen ► Steigende Investitionstätigkeit und weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen ► Begrenzter Handlungsspielraum der Kommunen ► Steigender Sanierungsbedarf vor allem im öffentlichen Bau ► Gesellschaftlicher Trend zu ökologischer Nachhaltigkeit und altersgerechtem Wohnen ► Ökologische Nachhaltigkeit bleibt weiterhin ein Thema ► Anhaltende Investitionen im öffentlichen Bau notwendig, um Investitionsstau aufzulösen ► Unsicherheiten dämpfen teilweise Unternehmensinvestitionen Privater und gewerblicher Wohnungsbau kurzfristig mit positiver Tendenz, Renovierungsgeschäft bleibt stabil, langfristig Abkühlung des Wachstums zu erwarten Prognostizierte Trends, Hochbau Deutschland nach Segmenten 1. Anteil am Gesamtmarkt in Prozent; eine Summe 100 % resultiert aus Rundungsdifferenzen Quelle: EY-Parthenon-Marktmodell Kurz- bis mittelfristig weiteres Wachstum, das weiter abfl acht — langfristig eher Stagnation erwartet Unserer Einschätzung nach wird sich der Hochbau in den Jahren 2018 bis 2020 insgesamt positiv entwickeln, jedoch lassen die Wachstumsraten nach. In den kom- menden Jahren wird das Wachstum von 2,6 % im Jahr 2017 auf kurzfristig 2,0 % für 2018 und längerfristig auf 0,7 % in 2020 zurückgehen. Treiber des kurzfristigen Wachstums bleibt wie in den vergangenen Jahren der Wohnungsneubau. Hier steuert insbesondere der gewerbliche Neubau mit einem Wachs- tum von 13,0 % im Jahr 2017 und 9,0 % für 2018 zur positiven Dynamik bei. Der öffentliche Bau entwickelt sich stabil bis leicht positiv, was besonders für das Renovie- rungsgeschäft gilt. Über alle Segmente hinweg wird sich das Neubaugeschäft besser entwickeln als der deutlich größere Renovierungsmarkt. Langfristig prognostizieren wir eine Abschwächung der Wachstumsraten bis hin zur Stagnation. n EY-Parthenon | 5756 | EY-Parthenon
  30. 30. 230 220 140 0 150 160 170 180 190 200 210 240 250 260 2026P2020P1982 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015 Marktvolumen in den 80ern: 140-165 Mrd. € Hochbauvolumen ab 2020 mit stagnierender Tendenz – darüber hinaus Bewegung in einem Korridor bedingt durch den Gesamtwirtschaftskontext Hochbauvolumen Deutschland1, 1982-2026P Mrd. € (Preise von 2005) 1. 1982-1990: alte Bundesländer Quelle: DIW; EY-Parthenon-Marktmodell P = Prognose Zeiten des deutlichen Wachstums gehen langsam vorbei Der Hochbau in Deutschland ist ein gutes Beispiel für einen weit entwickelten, reifen Markt, der in den letzten Jahren einen Boom in der Nachfrage erlebt hat und bisher nur durch Engpässe auf der Angebotsseite gebremst wurde. Dies wird jedoch nicht auf Dauer so bleiben. In den kommenden Jahren zeichnet sich eine Verringerung der Wachstumsraten ab. Grundlage für das vergangene konstante Wachstum war die gute gesamtwirtschaftliche Ausgangslage sowie die günstige Kreditlage, vereint mit der gestiegenen Woh- nungsnachfrage und der gleichzeitig guten kommunalen Situation. Mittlerweile zeichnet sich aber bei ersten Indi- katoren wie z. B. den Baugenehmigungen, den Auftrags- eingängen und auch den Finanzierungsbedingungen eine Abschwächung des Wachstums ab. Daher ist mittelfristig zu erwarten, dass sich die realen Wachstumsraten in Richtung Stagnation entwickeln. Damit wird es für Unternehmen zunehmend wichtig, die guten Zeiten zu nutzen, um sich „wetterfest“ zu machen. Es sollten alle Prozesse hinsichtlich Effizienz und Flexibilität auf den Prüfstand gestellt werden, um gut auf die sich ab- zeichnende Stagnation vorbereitet zu sein. n EY-Parthenon | 5958 | EY-Parthenon
  31. 31. Gewerkeübergreifende Erstellung von Lösungen Smart Buildings mit intelligenter Vernetzung und Steuerung Innovationen wie 3-D-Druck für die automatisierte Erstellung von Bauelementen Modulare Vorfertigung von Bauteilen ab Werk, Industrialisierung der Gebäudeerrichtung Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen Digitalisierung in fast allen Bereichen des Bauprozesses (z.B. BIM) Sicherheitsbestreben, zum Beispiel bei Brandschutzlösungen und beim Schutz vor Einbrüchen Zusammenwachsen der Gewerke Internet of Things Neue Technologien Modulares Bauen Effizienz und Nachhaltigkeit Digitalisierung Sicherheitsbestreben Aktuelle und zukünftige Trends Wichtige Trends verändern das Marktumfeld zusehends Wichtige strukturelle Entwicklungen/Trends in der Baubranche Trotz des nach wie vor positiven Marktumfelds stehen die Unternehmen der Baubranche vor vielfältigen Herausforderungen Während die Auftragsbücher voll sind und damit die wirtschaftliche Situation gut, stellt eine Reihe von Trends und Marktentwicklungen die Unternehmen der Baubranche vor inhaltliche Herausforderungen. Neben dem Druck, die Nachfrage zu befriedigen, sollte die Reaktion auf diese Veränderungen, die bei Geschäftsmodellinnovationen anfangen und sich über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Endkunden erstrecken, nicht aufgeschoben werden. Trends wie beispielsweise die Industrialisierung/Modulari- sierung der Gebäudeerrichtung beeinflussen die Branche und verändern die Nachfrage. Daraus entstehen sowohl Chancen als auch Herausforderungen für die betroffenen Unternehmen. n EY-Parthenon | 6160 | EY-Parthenon
  32. 32. … gestalten den Übergang von einem traditionell geprägten Umfeld … ► integrierte Geschäftsmodelle ► erweiterte Leistungsversprechen ► Multikanalvertrieb ► ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes ► Echtzeitsimulation von Gebäudefunktionen ► Nutzung digitaler Kompetenzen Zukunftsorientierte Unternehmen stellen sich auf Veränderung ein und … Strategie Operative Leistungsfähig- keit Vertrieb / Marketing Produkt- und Dienstleistungs- angebot Preisfindung ► Wie können weiterhin Wachstumsfelder identifiziert werden? ► Welches Leistungsversprechen ist nachhaltig differenzierend? ► Welche digitalen Instrumente sollten zur Leistungssteigerung genutzt werden? ► Welche Prozesse können verbessert werden, um Effizienzpotenziale zu heben? ► Welche konkreten Marktpartner sind künftig attraktiv und wie kann man diese gewinnen? ► Wie kann ein guter Zugang zu künftigen Entscheidern sichergestellt werden? ► Wo ist Vorkonfiguration von Produkten und Dienstleistungen zu Systemen sinnvoll? ► Wie wirkt sich Digitalisierung auf das Produktangebot aus? ► Welche Mechanismen zur Preissteuerung sind künftig erfolgversprechend? ► Welche Rolle spielen die Marktpartner dabei? … hin zu aktuellen Marktgegebenheiten ► Wenig Transparenz über Angebot und Preise ► Schmalere Produktportfolios; fokussiert auf ein Gewerk ► Abwicklung der Geschäfte offline ► Geradlinige Beschaffungsprozesse ► Etablierte Entscheiderstrukturen Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die immer noch guten Verhältnisse zu nutzen und sich für die Zukunft zu rüsten Wichtige Themen, mit denen man sich bereits heute beschäftigen sollte Vorsorge ist besser als Nachsorge Vor dem Hintergrund der marktverändernden Trends und Entwicklungen und des abflachenden Wachstums sollten sich Unternehmen jetzt für die Zukunft aufstellen. Dabei bestehen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette des Hochbaus wichtige Chancen und Herausforderungen. Die derzeit noch sehr gute Situation sollte genutzt werden, um Geschäftsmodelle frühzeitig auf die Zukunft auszu- richten. Erfolgreiche Unternehmen nehmen die Heraus- forderung an und erarbeiten sich Wettbewerbsvorteile. n EY-Parthenon  | 6362  | EY-Parthenon
  33. 33. Erwartete Inflation nimmt stetig an Fahrt auf – aber bis 2020 unter der durch die EZB gesetzten Marke von ca. 2 % Kreditzinssatz Inflationserwartungen (%) Kerninflation (bereinigt um Energiepreisänderungen) lag 2017 bei 1,2 % 1% 2% 3% Januar 2015 Januar 2017 Januar 2016 Januar 2013 Januar 2014 Januar 20181 1,5 1,7 1,8 0,3 0,5 1,8 1,4 1,5 1,7 1,4 1,6 1,8 20182015 20192016 20202017 „Insgesamt sehen wir die Entwicklung der Inflation auf dem richtigen Weg. Jedoch ist weiterhin Geduld hinsichtlich geldpolitischer Maßnahmen gefragt …“ Mario Draghi, Präsident EZB Historischer Wert Umfrage unter professionellen Prognostikern Eurosystem Staff Macroeconomic Projections Euro Zone Barometer Zinsniveau weiterhin gering – Inflation mittelfristig unter Zielmarke der EZB Voraussetzungen für Wachstum in der Baubranche 1. Vorläufiger Wert für Januar 2018 Quelle: Deutsche Bundesbank; EZB Dr. Björn Reineke Partner Bjoern.Reineke@parthenon.ey.com Büro München Axel Schäfer Partner Axel.Schaefer@parthenon.ey.com Büro Düsseldorf Ihre Ansprechpartner Weitere Informationen finden Sie unter: ey-parthenon.de Wir unterstützen Sie gerne! Auch und gerade in der jetzigen Situation kann externes Know-how zur Ausschöpfung der sich bietenden Chancen sinnvoll sein. EY-Parthenon hat die relevante Erfahrung. Der Hochbau ist seit vielen Jahren einer unserer Branchenschwerpunkte und wir kennen die Herausforderungen für Unternehmen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette „Bau“: Herstel- ler, Handel, Dienstleister und Betreiber. In vielen Projekten haben wir hier sowohl strategische als auch operative Themen bearbeitet und begleitet. Sprechen Sie uns an. Wir freuen uns, mit Ihnen über die interessantesten Ansätze für Ihr Unternehmen zu disku- tieren! n Volkmar Schott Partner Volkmar.Schott@parthenon.ey.com Büro München EY-Parthenon  | 6564  | EY-Parthenon
  34. 34. Axel Schäfer +49 211 9352 17839 Axel.Schaefer@parthenon.ey.com Büro Düsseldorf Dr. Björn Reineke +49 89 14331 16844 Bjoern.Reineke@parthenon.ey.com Büro München ey-parthenon.de EY | Assurance | Tax | Transactions | Advisory Über EY Die globale EY-Organisation im Überblick Die globale EY-Organisation ist einer der Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steu- erberatung, Transaktionsberatung und Managementberatung. Mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Leistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Wirtschaft und die Finanzmärkte. Dafür sind wir bestens gerüstet: mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern, starken Teams, exzellenten Leistungen und einem sprich- wörtlichen Kundenservice. Unser Ziel ist es, Dinge voranzubringen und entscheidend besser zu machen – für unsere Mitarbeiter, unsere Mandanten und die Gesellschaft, in der wir leben. Dafür steht unser weltweiter Anspruch „Building a better working world“. Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst&Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils ande- ren Mitgliedsunternehmen. Ernst&Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit be- schränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Man- danten. Weitere Informationen finden Sie unter www.ey.com. EY-Parthenon bezeichnet die Gruppe der Professionals der Ernst & Young LLP und anderer EY-Mitgliedsunternehmen, die weltweit Strategieberatungsleistungen er- bringen. Weitere Informationen finden Sie unter parthenon.ey.com. EY-Parthenon | 6766 | EY-Parthenon
  35. 35. Weitere Informationen finden Sie unter: ey-parthenon.de Über EY-Parthenon EY-Parthenon ist eine globale Top-Strategieberatung. Seit 30 Jahren hinterfragen wir mit unseren Kunden und für sie den Status quo und entwickeln gemeinsam mit ihnen Strategien, die das Potenzial jedes Kunden in den Mittelpunkt stellen. Wir sind Multisektor-Spezialisten und haben in unseren Kernsektoren, darunter die Handels- und Konsum­güterbranche, fundierte Expertise aufgebaut. Darüber hinaus greifen wir auf spezialisierte Kompetenzen unseres Netzwerks in Bereichen wie Digitalisierung und Analytics zurück. Wir arbeiten mit einem hohen analytischen Anspruch immer an der individuell für den Kunden besten Antwort. Lösungen entwickeln wir überzeugt und gerne im Team mit unseren Kunden, denn wir wissen, dass gute Ergebnisse nur gemeinsam entstehen können. © 2018 EY Parthenon All Rights Reserved. KSV 1804-001 ED None

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