Successfully reported this slideshow.
We use your LinkedIn profile and activity data to personalize ads and to show you more relevant ads. You can change your ad preferences anytime.

Klimaschutz in der GAP - THG-Minderungspotenziale von GLÖZ Standards und Eco-Schemes

71 views

Published on

Präsentation von Margarethe Scheffler und Kirsten Wiegmann, "Beitrag der Gemeinsamen Agrarpolitik zum Klimaschutz", 9.10.2020, Berlin

Published in: Science
  • Be the first to comment

  • Be the first to like this

Klimaschutz in der GAP - THG-Minderungspotenziale von GLÖZ Standards und Eco-Schemes

  1. 1. www.oeko.de Klimaschutz in der GAP THG-Minderungspotenziale von GLÖZ Standards und Eco-Schemes Margarethe Scheffler (Öko-Institut, Büro Berlin) Kirsten Wiegmann (Öko-Institut, Büro Darmstadt) 09. Oktober 2020
  2. 2. 2 www.oeko.de Worum geht’s? • Kurzstudie im Auftrag von Germanwatch • Abschätzung von Treibhausgasminderungspotenzialen auf Basis von verfügbaren Daten • Eurostat Datenbank 2020 (letztes verfügbares Jahr 2016) • UNFCCC Inventory Submission 2020 (letztes verfügbares Jahr 2018) • Umfang: GLÖZ Standards und Eco-Schemes • Keine konkreten Infos zu genauen Ausgestaltung vorhanden • Berechnung auf Basis eigener Annahmen zu Ausgestaltung basierend auf Vorschlägen der Zivilgesellschaft und in Absprache mit Auftraggeber • Keine Betrachtung der zur Verfügung stehenden Mittel (€ € €) Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  3. 3. 3 www.oeko.de Emissionen aus der Landwirtschaft 2018 Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 Quelle: UNFCCC 2020 ● Anteil der Landwirtschaft 11% an EU gesamt Emissionen CH4 Verdauung 45% CH4, N2O Stall und Lager 14% N2O Landwirt- schaftl. Böden 37% Sonstiges 4% 434,9 Mt CO2eq. Frankreich 17% Deutschland 15% UK 9% Spanien 9% Polen 8% Italien 7% Irland 5% Rumänien 5% Niederlande 4% Dänemark 3% Sonstige 19% 434,9 Mt CO2eq.
  4. 4. 4 www.oeko.de Drei Elemente des Klimaschutzes in der Landwirtschaft Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 Quelle: eigene Darstellung auf Basis UNFCCC 2020 • Güllevergärung, Abdeckung Güllelager • Emissionsarme Ausbringungstechnologien Technische Optionen • Reduktion Stickstoffüberschüsse Reduktion Stickstoffeinsatz • Reduktion Produktionsmengen durch Reduktion Tierbestände, • Änderung der Bewirtschaftung von Mooren etc. Schwer Vermeidbare Emissionen
  5. 5. 5 www.oeko.de Drei Elemente des Klimaschutzes in der Landwirtschaft Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 Quelle: eigene Darstellung auf Basis UNFCCC 2020 Technische Lösungen Reduktion Stickstoffeinträge Schwer Vermeidbar
  6. 6. 6 www.oeko.de CO2 Quellen und Senken aus der Bewirtschaftung von landwirtschaftlich genutzten Böden (EU-28, 2018) Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 Quelle: UNFCCC 2020 -8,3 -36,0 -5,2 Dauergrünland (mineralisch) Neues Grünland (mineralisch) Ackerland (mineralisch) Senken -49,4 Mt CO2 41,4 30,5 29,3 3,9 Grünland (Moorböden) Ackerland (Moorböden) Umwandlung Dauergrünland (mineralisch) Umwandlung Dauergrünland (organisch) Quellen +105 Mt CO2
  7. 7. 7 www.oeko.de Grüne Architektur der GAP • Eco-Schemes: Ausgestaltung auf Ebene der Mitgliedsländer Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 Fokus der Studie Abbildung aus EU KOM, SWD 301, 2018, S. 25. Eigene Übersetzung und Anpassung
  8. 8. 8 www.oeko.de GLÖZ Standards – konkrete Ausgestaltung offen GLÖZ 3,4,6,10 nicht quantifiziert, • GLÖZ 1 Erhalt von Dauergrünland: hohe Emissionen aus Umbruch, Entwicklung abhängig von nationaler, regionaler Ausgestaltung • Abgeschätztes Minderungspotenzial bei unklarer Ausgestaltung = -0,3 Mio. t CO2eq. Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 435 Mt. aus Landwirtschaft + Quellen Landnutzung 105 Mt
  9. 9. 9 www.oeko.de GLÖZ Standards - Ambitioniert • Minderungspotenzial bei ambitionierter Ausgestaltung: -28,9 Mio. t CO2eq. • Reduktion der Emissionen aus Landwirtschaft und Landnutzung = -6% Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  10. 10. 10 www.oeko.de Schlussfolgerung GLÖZ Standards • Ausgestaltung GLÖZ Standards bisher unkonkret und nicht eindeutig quantifizierbar • Gewährleistung von Status Quo entscheidend, um zusätzliche Emissionen zu verhindern • Bei ambitionierter Ausgestaltung Emissionsreduktion von bis zu ca. -6% ggü. IST-STAND möglich Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  11. 11. 11 www.oeko.de Eco-Schemes • Minderungspotenzial bei ambitionierter Ausgestaltung: bis zu -72 Mio. t CO2eq. • Reduktion der Emissionen aus Landwirtschaft und Landnutzung: bis zu -15% Aber da freiwillig, nicht zu 100% realisierbar Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  12. 12. 12 www.oeko.de Grünland und Senke Ansatz nach IPCC • Boden stellt Gleichgewicht nach ca. 20 Jahren her, wenn lange gleiche Bewirtschaftung dann bleibt Kohlenstoff gebunden, aber wird nicht neu festgelegt • Dauergrünland: - 0,11 t CO2/ha • Neues Grünland: - 2,6 t CO2/ha • Grünland Acker: + 3,5 t CO2/ha Weitere Erkenntnisse • Herstellung des Gleichgewichts nach 30-70 Jahren • Weide: = -2,9 bis -13,2 t CO2/ha (je nach Bewirtschaftung und Tierbesatzdichten)  Bindung der Wiederkäuer an Grünlandflächen großes Potenzial?!  Weitere Forschung notwendig Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020 *https://ec.europa.eu/eip/agriculture/sites/agri-eip/files/fg25_01_minipaper_effects_and_tradeoffs.pdf
  13. 13. 13 www.oeko.de Schlussfolgerung Eco-Schemes • Eine ambitionierte Ausgestaltung der Eco-Schemes kann spürbare Emissionsreduktionen bringen • -71 Mio. t CO2eq. = 15% der gesamten Emissionen aus Landwirtschaft und Landnutzung • Eco-Schemes für Landwirte freiwillig, ausgewiesene Potenzial nur zu gewissem Anteil realisierbar • Gesamtes Minderungspotenzial abhängig von attraktiver Ausgestaltung der Eco-Schemes durch MS • in Flächenländern mit intensiver landwirtschaftlicher Produktion • Mitgliedsstaaten mit regional hohen Tierbestandsdichten Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  14. 14. 14 www.oeko.de Schlussfolgerungen • Um ehrgeizige Klimaziele für 2030 (-55% ggü. 1990) zu erfüllen, muss auch die Landwirtschaft einen Beitrag leisten • Einsatz von 40% der GAP Mittel für Klimaschutz erfordert ambitionierte Ausgestaltung von GLÖZ und Eco-Schemes. • Bei Weiterführung der GAP mit Status Quo steigt der Anteil der Emissionen aus der Landwirtschaft und Landnutzung auf 20% bis 2030 • 500 Mio. EU Bürger bestimmen über Ernährungsverhalten mit, was europäische Landwirtschaft produziert – Anreize, Instrumente müssen auch auf der Nachfrageseite zur Verfügung stehen. • Rolle der Kohlenstoffsenke von Grünland und Weide muss besser verstanden und bei Maßnahmen berücksichtigt werden Klimaschutz in der GAP - Veranstaltung 09.10.2020
  15. 15. www.oeko.de Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! m.scheffler@oeko.de k.wiegmann@oeko.de Noch Fragen? ?

×