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Kommunen haben nicht genug Wohnraum für Flüchtlinge

Trotz aller Investitionen reicht der Wohnraum für Flüchtlinge in den Kommunen nicht: Zwar haben die deutschen Städte und Gemeinden seit September 2015 die Aufnahmekapazitäten von 500.000 Wohnplätzen auf 836.000 gesteigert. Doch das reicht angesichts des Flüchtlingsstroms nicht. Lesen Sie hier, wie die Städte und Gemeinden mit der Wohnungsknappheit umgehen und was das für ihren Haushalt bedeutet.

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Kommunen haben nicht genug Wohnraum für Flüchtlinge

  1. 1. Flüchtlingsintegration: Herausforderungen für deutsche Kommunen Juli 2016 Umfrage unter 300 deutschen Kommunen
  2. 2. Seite 2 Ihre Ansprechpartner: Design der Studie ► Repräsentative Befragung von Stadtkämmerern bzw. Bürgermeistern von 300 deutschen Kommunen mit mindestens 10.000 Einwohnern; Abdeckung der Grundgesamtheit: 19 Prozent ► Telefonische Befragung im Mai 2016 ► Befragung durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut (Valid Research, Bielefeld) ► Details zum Befragungssample im Anhang Prof. Dr. Bernhard Lorentz, Partner Government & Public Sector Leader Germany Switzerland Austria Dietmar Fischer, Partner Government & Public Sector Real Estate Germany Switzerland Austria Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Telefon +49 30 25471 18135 bernhard.lorentz@de.ey.com Ernst & Young Real Estate GmbH Telefon +49 6196 996 24547 dietmar.fischer@de.ey.com
  3. 3. Seite 3 Aufgenommene und erwartete Flüchtlinge
  4. 4. Seite 4 5% 37% 16% 27% 10% 5% Keine 1 bis 100 Personen 101 bis 200 Personen 201 bis 500 Personen 501 bis 1.000 Personen Mehr als 1.000 Personen Mehr als jede zweite Kommune hat bis April bereits mehr als 100 Flüchtlinge aufgenommen „Wie viele Flüchtlinge wurden bis zum Stichtag 30.04.2016 seit Anfang dieses Jahres aufgenommen?“ ► Nur fünf Prozent der befragten Städte und Gemeinden haben in diesem Jahr (noch) keine Flüchtlinge aufgenommen. Mehr als jede zweite Kommune – 58 Prozent – hat zum Stichtag 30.04. mehr als 100 Flüchtlinge untergebracht, jede zwanzigste sogar mehr als 1.000. ► Auf das gesamte Bundesgebiet hochgerechnet, haben demnach 78 deutsche Städte und Gemeinden jeweils mehr als 1.000 Flüchtlinge aufgenommen.
  5. 5. Seite 5 7% 31% 25% 24% 10% 4% Keine 1 bis 100 Personen 101 bis 200 Personen 201 bis 500 Personen 501 bis 1.000 Personen Mehr als 1.000 Personen Gut jede dritte Gemeinde rechnet bis Jahres- ende mit mehr als 200 weiteren Flüchtlingen „Wie viele Flüchtlinge werden von heute (Stichtag: 01.05.2016) bis zum Jahresende 2016 noch erwartet?“* ► Die Mehrheit der Kommunen – 63 Prozent – rechnet damit, im Zeitraum Mai bis Dezember 2016 mehr als 100 Flüchtlinge unterbringen zu müssen; immerhin 38 Prozent der befragten Kommunen gehen sogar von mehr als 200 Personen aus. ► Hochgerechnet immerhin 62 Kommunen in Deutschland rechnen mit der Aufnahme von jeweils mindestens 1.000 weiteren Flüchtlingen bis Jahresende. Rundungsdifferenzen möglich
  6. 6. Seite 6 732,800 368,500 364,300 Die Kommunen rechnen für 2016 mit etwa 733.000 Flüchtlingen ► Bislang haben die Kommunen (mit mindestens 10.000 Einwohnern) zum Stichtag 30.04. hochgerechnet insgesamt 364.300 Flüchtlinge im laufenden Jahr aufgenommen, das entspricht etwa 0,6 Prozent ihrer Einwohnerzahl. Bis Jahresende wird mit der Ankunft von weiteren 368.500 Flüchtlingen gerechnet. ► Die Gesamtzahl der in diesem Jahr erwarteten Flüchtlinge summiert sich damit auf 732.800 Personen, was einem Wachstum der Einwohnerzahl um 1,2 Prozent entspräche. HOCHRECHNUNG1 „Wie viele Flüchtlinge wurden bis zum Stichtag 30.04.2016 seit Anfang dieses Jahres aufgenommen?“ und: „Wie viele Flüchtlinge werden von heute (Stichtag: 01.05.2016) bis zum Jahresende 2016 noch erwartet?“ 1 Berechnung für die deutschen Kommunen (nur Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern) auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zu den für 2016 bereits eingetretenen bzw. noch erwarteten Flüchtlingszahlen Bis 30.04. aufgenommen Bis Jahresende noch erwartet Gesamtjahr 2016
  7. 7. Seite 7 46 72 59 63 97 42 45 59 91 94 Hessen Bayern Baden-Württemberg Niedersachsen/Bremen Nordrhein-Westfalen ► Bezogen auf die Bevölkerungszahl nehmen in diesem Jahr die bayerischen, hessischen und niedersächsischen Kommunen die meisten Flüchtlinge auf – auf 100 Einwohner kommt ein Flüchtling. In Baden-Württemberg liegt der Anteil bei 0,8 Prozent und in Nordrhein-Westfalen bei 0,6 Prozent. (Alle Angaben basieren auf Hochrechnungen auf der Basis der Antworten der Kommunen im jeweiligen Bundesland.) Allein NRW-Kommunen erwarten Aufnahme von fast zweihunderttausend Flüchtlingen HOCHRECHNUNG1 (Angaben in Tsd.) „Wie viele Flüchtlinge wurden bis zum Stichtag 30.04.2016 seit Anfang dieses Jahres aufgenommen?“ und: „Wie viele Flüchtlinge werden von heute (Stichtag: 01.05.2016) bis zum Jahresende 2016 noch erwartet?“ 1 Berechnung für die Kommunen im jeweiligen Bundesland (nur Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern) auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zu den für 2016 bereits eingetretenen bzw. noch erwarteten Flüchtlingszahlen Januar bis April 2016 Mai bis Dezember 2016 erwartet 191 154 118 117 88
  8. 8. Seite 8 10% 2% 21% 11% 23% 19% 30% 36% 11% 20% 5% 12% September 2015 April 2016 Bundesweit haben zwei von drei Kommunen eine Aufnahmekapazität von mehr als 200 „Für die Aufnahme wie vieler Flüchtlinge sind Ihre Kapazitäten aktuell ausgelegt?“ ► Nur noch jede fünfzigste Kommune gibt an, derzeit keine Kapazitäten für die Aufnahme von Flüchtlingen zu haben. Im Vorjahr lag der Anteil mit 10 Prozent noch deutlich höher. ► Hochgerechnet halten derzeit bundesweit 187 Kommunen (Vorjahr: 78 Kommunen) Kapazitäten für mindestens 1.000 Flüchtlinge vor. Mehr als 1.000 Personen 501 bis 1.000 Personen 201 bis 500 Personen 101 bis 200 Personen 1 bis 100 Personen Keine Kapazitäten vorhanden
  9. 9. Seite 9 Kapazitäten seit September 2015 deutlich gestiegen „Für die Aufnahme wie vieler Flüchtlinge sind Ihre Kapazitäten aktuell ausgelegt?“ ► Zum Stichtag 30.04.2016 verfügten die Städte und Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern über Kapazitäten zur Unterbringung von hochgerechnet 836.000 Personen. Damit stiegen die Kapazitäten seit Herbst 2015 um 69 Prozent. 496,000 836,000 September 2015 April 2016 1 Berechnung für die Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zum 30.09.2015 und zum 30.04.2016 HOCHRECHNUNG1
  10. 10. Seite 10 931,000 836,000 369,000 369.000 Bis Jahresende werden noch gut 460.000 Plätze benötigt ► Aktuell sind die Kommunen auf die Aufnahme/Unterbringung von insgesamt rund 836.000 Flüchtlingen vorbereitet. Seit Januar 2015 bis heute sind allerdings schon 931.000 Zugänge von Asylsuchenden im EASY-System registriert worden. Es fehlen derzeit also Kapazitäten zur Unterbringung von etwa 95.000 Flüchtlingen. ► Bis Jahresende werden voraussichtlich insgesamt noch rund 464.000 Kapazitäten benötigt. HOCHRECHNUNG1 „Für die Aufnahme wie vieler Flüchtlinge sind Ihre Kapazitäten aktuell ausgelegt?“ Aktuell vorhandene Kapazitäten1 Zugänge von Asylsuchenden seit Januar 2015 bis heute2 und bis Jahresende noch erwartete Zahl3 Aktuelle und bis Jahresende zu erwartende Unter-/ Überversorgung mit Unterbringungskapazitäten 95.000 1 Berechnung für die Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zum 30.04.2016 2 Berechnung für die Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf der Basis der von Januar 2015 bis April 2016 im EASY-System für Gemeinden aller Größenklassen registrierten 1.281.542 Zugänge von Asylsuchenden 3 Berechnung für die Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zu den für 2016 noch erwarteten Flüchtlingszahlen 1.300.000 464.000
  11. 11. Seite 11 Administration und Finanzierung
  12. 12. Seite 12 15% 34% 43% 7% 1% Administrativer Aufwand hat sich zuletzt erhöht und soll weiter steigen „Wie hat sich in den vergangenen Monaten der administrative Aufwand für Ihre Kommune im Zusammenhang mit der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen entwickelt?“ ► Mehr als jede zweite der befragten Kommunen gibt an, dass sich in den vergangenen Monaten der administrative Aufwand im Zusammenhang mit der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen erhöht habe, für gut jede vierte sogar „deutlich“. Nur 15 Prozent der Kommunen berichten von einem insgesamt gesunkenen Aufwand. ► Für den weiteren Jahresverlauf geht jede zweite Kommune von einem (weiter) steigenden administrativen Aufwand aus; nur acht Prozent rechnen mit einer sinkenden Arbeitsbelastung. 1 Berechnung für die deutschen Kommunen (nur Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern) „Wie wird sich der administrative Aufwand für Ihre Kommune im Zusammenhang mit der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in den kommenden Monaten entwickeln?“ 27% 27% 31% 11% 4% Deutlich erhöht/erhöhen Leicht erhöht/erhöhen Gleich geblieben/bleiben Leicht gesunken/sinken Deutlich gesunken/sinken
  13. 13. Seite 13 Jede dritte westdeutsche Kommune muss 2016 zusätzliche Schulden machen „Rechnen Sie damit, dass Ihre Kommune im laufenden Jahr aufgrund der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung zusätzliche Schulden machen muss?“ ► Angesichts der erheblichen Kosten für die Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung rechnen rund drei von zehn Kommunen damit, zusätzliche Schulden machen zu müssen – in den westdeutschen Ländern sogar jede dritte. Hochgerechnet gehen die Kommunen von zusätzlichen Schulden in Höhe von 1,1 Milliarden Euro aus – bei einem Schuldenstand aller Kommunen (zum 30.12.2015) von 145 Milliarden Euro. 1 Berechnung für die deutschen Kommunen (nur Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern) „Wie hoch werden die Schulden in etwa sein?“ 29% 71% Ja (zusätzliche Schulden) Nein (keine zusätzlichen Schulden) W:33 % O: 5 % HOCHRECHNUNG 20161 für Deutschland W:67 % O: 95 % 1,1 Milliarden Euro
  14. 14. Seite 14 2017 muss bundesweit jede fünfte Kommune zusätzliche Schulden machen „Rechnen Sie damit, dass Ihre Kommune 2017 aufgrund der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung zusätzliche Schulden machen muss?“ ► Für das kommende Jahr rechnet nur noch jede fünfte Kommune mit zusätzlichen Schulden – hochgerechnet soll die Verschuldung um rund 0,7 Milliarden Euro steigen. 1 Berechnung für die deutschen Kommunen (nur Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern) „Wie hoch werden die Schulden in etwa sein?“ 20% 80% Ja (zusätzliche Schulden) Nein (keine zusätzlichen Schulden) HOCHRECHNUNG 20171 für Deutschland W:22 % O: 8 % W:78 % O: 92 % 672 Millionen Euro
  15. 15. Seite 15 20 3 8 31 27 22 29 3 20 29 37 43 Deutschland Bayern Hessen Baden-Württemberg Niedersachsen/Bremen Nordrhein-Westfalen Gut zwei von fünf NRW-Kommunen müssen 2016 zusätzliche Schulden machen „Rechnen Sie damit, dass Ihre Kommune im laufenden Jahr bzw. 2017 aufgrund der Kosten für Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung zusätzliche Schulden machen muss?“ ► In Nordrhein-Westfalen ist der Anteil an Kommunen, die 2016 wegen der Kosten für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen zusätzliche Schulden machen müssen, mit 43 Prozent besonders hoch, in Bayern mit nur 3 Prozent besonders niedrig. Für 2017 rechnen besonders die niedersächsischen Kommunen mit einer zusätzlichen Verschuldung. 2016 2017 Angaben in Prozent
  16. 16. Seite 16 4 6 14 13 16 5 11 13 20 20 Haushaltssperre Erhöhung von Steuern oder Gebühren Verschiebung von Investitionen Einsparungen an anderer Stelle Aufnahme zusätzlicher Schulden Zusätzliche Ausgaben sollen vor allem über neue Schulden finanziert werden „Wie reagiert Ihre Kommune auf eventuelle zusätzliche finanzielle Belastungen, die durch die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen?“ (Mehrfachnennungen möglich) ► Neben der Aufnahme neuer Schulden reagieren die Kommunen vor allem mit Einsparungen an anderer Stelle auf die zusätzlichen Kosten, die durch die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen. ► Direkte Auswirkungen auf die Bürger in Form von Steuer- oder Gebührenerhöhungen sind vorläufig eher selten und dürften dies auch bleiben: nur jede 16. Gemeinde praktiziert dies bereits, jede neunte Gemeinde plant derartige Maßnahmen. Ja, wird so praktiziert Ja, geplant Angaben in Prozent
  17. 17. Seite 17 35 76 72 80 82 12 16 23 17 16 Gesundheitsleistungen Sprach- und Integrationskurse Schule und schulische Betreuung Kita-Betreuung Kommunen erwarten deutliche Ausgaben- steigerungen in mehreren Leistungsbereichen „In welchen kommunalen Leistungsbereichen werden aufgrund des Flüchtlingszuzugs 2015/2016 zusätzliche Ausgabensteigerungen erwartet?“ (Mehrfachnennungen möglich) Angaben in Prozent Ausgabensteigerung um weniger als 20 Prozent Ausgabensteigerung um 20 Prozent oder mehr Erwartete Ausgaben- steigerung, Ø +9,0 % +19,0 % +11,7 % +12,8 % +12,2 % Weitere Leistungen der Jugendhilfe (z. B. Familienhilfe, psychologische Beratung) 98 97 95 92 47
  18. 18. Seite 18 Bereitstellung von Wohnraum
  19. 19. Seite 19 Aufnahme meist durch Kommune selbst – Betreuung mit Unterstützung durch Externe „Die Koordination der Aufnahme der Flüchtlinge erfolgt durch …?“ ► Zwei von drei Kommunen schaffen die Koordination der Flüchtlingsaufnahme derzeit ganz mit eigenen Kräften, fast jede vierte Kommune zieht die Unterstützung externer Dritter hinzu. Jede neunte Kommune hat die Koordination der Aufnahme komplett ausgelagert. ► Bei der anschließenden Betreuung der Flüchtlinge werden hingegen mehrheitlich externe Dienstleister hinzugezogen. „Die Betreuung der Flüchtlinge erfolgt durch …?“ BetreuungAufnahme 66% (69%) 23% (24%) 11% (7%) Kommune selbst Kommune mit Unterstützung externer Dritter Komplette Vergabe / Outsourcing an externe Organisation 39% (44%) 53% (49%) 8% (7%) September 2015-Werte in Klammern
  20. 20. Seite 20 9% 0% 2% 7% 24% 31% 32% 49% 66% Sonstige Unterbringungen Hotelschiffe Zelte Hotels Gewerbeimmobilien (ungenutzt) Umgenutzte Liegenschaften wie z.B. Schulen, Kasernen Container- bzw. Modulbauten Vermittelte private Wohnaufnahme Bislang leerstehende/neu errichtete Wohngebäude Die meisten Kommunen setzen auf Wohngebäude „Wo sind die Flüchtlinge derzeit untergebracht?“ (Anteil der Kommunen, die Flüchtlinge in den folgenden Unterkünften unterbringen); Mehrfachnennungen möglich
  21. 21. Seite 21 3 11 43 76 108 136 215 339 1 4 17 30 43 54 85 134 Hotelschiffe Zelte Hotels Sonstige Unterbringungen Gewerbeimmobilien (ungenutzt) Container- bzw. Modulbauten Vermittelte private Wohnaufnahme Zum Jahresende sollen fast eine halbe Million Personen in Wohngebäuden untergebracht sein HOCHRECHNUNG1 für Deutschland2 (Angaben in Tsd.) Anzahl der Flüchtlinge, die in den folgenden Unterkünften untergebracht sind bzw. sein werden 1 Berechnung für die Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern auf der Basis der von Januar 2015 bis April 2016 im EASY-System für Gemeinden aller Größenklassen registrierten 1.281.542 Zugänge von Asylsuchenden sowie für den weiteren Jahresverlauf 2016 auf der Basis der Einschätzungen der Befragten zu den für 2016 noch erwarteten Flüchtlingszahlen 2 Rundungsdifferenzen: Aufgrund von Rundungen weichen die einzelnen Werte möglicher Weise von den jeweiligen Summen ab und weichen die Gesamtsummen der zu Anfang April 2016 untergebrachten bzw. bis zum Jahresende noch erwarteten unterzubringenden Flüchtlinge geringfügig von den entsprechenden auf Seite 10 genannten Gesamtsummen ab. Umgenutzte Liegenschaften wie z. B. Schulen, Kasernen Aktueller Stand Anfang Mai 2016 Bis Jahresende 2016 noch erwartet 473 300 190 151 107 60 15 5 0 Bislang leerstehende/neu errichtete Wohngebäude
  22. 22. Seite 22 3% (13%) (13%) (14%) 17% (23%) 21% (17%) 41% (36%) 78% (73%) Sonstige Unterbringungen Umzunutzende Gewerbeimmobilien Umzunutzende Liegenschaften wie z.B. Kasernen Container- bzw. Modulbauten Sanierung bislang leerstehender Wohngebäude Neu zu errichtende Wohngebäude Vorhandene Wohngebäude Zwei von fünf Kommunen planen Neubau von Wohngebäuden zur Unterbringung „Wie beabsichtigen Sie die Flüchtlinge in den nächsten Jahren unterzubringen?“ Anteil der Kommunen, die Flüchtlinge in den folgenden Unterkünften unterbringen; Mehrfachnennungen möglich (Vorjahreswerte in Klammern)
  23. 23. Seite 23 Weniger als jede dritte Kommune erhält Bundesmittel zur Finanzierung der Unterkünfte „Welche Einrichtungen stellen Sie zur Verfügung?“ ► Mehr als die Hälfte der Kommunen verfügt über Notunterkünfte, gut jede zweite Kommune über (mindestens) eine zentrale Unterbringungseinrichtung. ► Mehr als 4 von 5 Kommunen finanzieren ihre Unterbringungseinrichtung aus Ländermitteln, fast 2 von 3 Kommunen verwenden Eigenmittel. Bei weniger als jeder dritten Kommune erfolgt die Finanzierung aus Bundesmitteln. „Die Finanzierung von Unterbringungseinrichtungen erfolgt durch …?“ 30% 52% 56% Erstaufnahme-Einrichtung Notunterkünfte Zentrale Unterbringungseinrichtung 8% 30% 65% 83% Private Zuwendungen Bundesmittel Eigenmittel Ländermittel
  24. 24. Seite 24 Vier von fünf Kommunen wollen dauerhaft angemietete Räumlichkeiten nutzen „Die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen soll in Zukunft erfolgen in?“ ► Die große Mehrheit der Kommunen plant, Flüchtlinge dauerhaft in angemieteten Räumlichkeiten unterzubringen. ► 2 von 3 Kommunen wollen dauerhaft (auch) kommunaleigene Räumlichkeiten zur Unterbringung nutzen.. 66% 82% Kommunaleigenen Räumlichkeiten Angemieteten Räumlichkeiten
  25. 25. Seite 25 Drei von vier Kommunen für Zusammenarbeit mit privater Immobilienwirtschaft offen „Kommt für Sie bei der Bereitstellung von Flächen eine Zusammenarbeit mit der privaten Immobilienwirtschaft (private Investoren/ÖPP) in Frage?“ ► Fast jede zweite Kommune ist in Bezug auf die Bereitstellung von Flächen uneingeschränkt offen für eine Zusammenarbeit mit der privaten Immobilienwirtschaft. Gut jede vierte Kommune zieht eine solche in Erwägung. ► Nur rund jede vierte Kommune lehnt eine Zusammenarbeit mit der privaten Immobilienwirtschaft bei der Bereitstellung von Flächen ab. 48% 28% 24% Ja In Erwägung gezogen Nein
  26. 26. Seite 26 1% (4%) 4% (4%) 5% (3%) 6% (n.a.) 11% (17%) 13% (9%) 24% (13%) 28% (40%) 61% (76%) 72% (62%) Zu großer Abstimmungsaufwand innerhalb der kommunalen Verwaltung Bestehende Vergaberichtlinien Bestehende Regelungen bei der Umwandlung von Liegenschaften Sonstige Mangel an verfügbarem Material (z. B. Feldbetten, Container etc.) zu wenig Flächenausweisung für Neubau Einwände von Anliegern/Bürgern Fehlende Personalressourcen Mangel an geeigneten Räumlichkeiten Keine verlässlichen Prognosen von Flüchtlingszahlen Größtes Bereitstellungshindernis: Keine verlässlichen Prognosen von Flüchtlingszahlen „Was sind die größten Hindernisse/Probleme bei der Bereitstellung von Unterbringungsmöglichkeiten?“ Mehrfachnennungen möglich
  27. 27. Seite 27 Details zur Stichprobe
  28. 28. Seite 28 Stichprobe 1 Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern I 2 Ohne Stadtstaaten Verteilung der Stichprobe nach Bundesländern Bundesland Zahl der befragten Kommunen Gesamtzahl der Kommunen1 in Bundesland Abdeckung Baden- Württemberg 42 245 17 % Bayern 33 222 15 % Brandenburg 8 67 12 % Hessen 25 165 15 % Mecklenburg- Vorpommern 3 21 14 % Niedersachsen/ Bremen 41 200 21 % Nordrhein- Westfalen 100 339 29 % Rheinland-Pfalz 9 44 20 % Saarland 5 40 13 % Sachsen 15 68 22 % Sachsen-Anhalt 7 58 12 % Schleswig-Holstein 8 53 15 % Thüringen 4 33 12 % Verteilung der Stichprobe nach Gemeindegrößenklasse Einwohnerzahl Zahl der befragten Kommunen Gesamtzahl der Kommunen2 in Deutschland Abdeckung > 200.000 14 39 36 % 100.000-200.000 18 37 49 % 50.000-100.000 33 106 31 % 20.000-50.000 178 496 36 % 10.000-20.000 57 879 6 % > 10.000 300 1.558 19 %
  29. 29. Seite 29 EY | Assurance | Tax | Transactions | Advisory Die globale EY-Organisation im Überblick Die globale EY-Organisation ist einer der Marktführer in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Transaktionsberatung und Managementberatung. Mit unserer Erfahrung, unserem Wissen und unseren Leistungen stärken wir weltweit das Vertrauen in die Wirtschaft und die Finanzmärkte. Dafür sind wir bestens gerüstet: mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern, starken Teams, exzellenten Leistungen und einem sprichwörtlichen Kundenservice. Unser Ziel ist es, Dinge voranzubringen und entscheidend besser zu machen – für unsere Mitarbeiter, unsere Mandanten und die Gesellschaft, in der wir leben. Dafür steht unser weltweiter Anspruch „Building a better working world“. Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited (EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für Mandanten. Weitere Informationen finden Sie unter www.ey.com. In Deutschland ist EY an 21 Standorten präsent. „EY“ und „wir“ beziehen sich in dieser Publikation auf alle deutschen Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited. Diese Publikation ist lediglich als allgemeine, unverbindliche Information gedacht und kann daher nicht als Ersatz für eine detaillierte Recherche oder eine fachkundige Beratung oder Auskunft dienen. Obwohl sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde, besteht kein Anspruch auf sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit und/oder Aktualität; insbesondere kann diese Publikation nicht den besonderen Umständen des Einzelfalls Rechnung tragen. Eine Verwendung liegt damit in der eigenen Verantwortung des Lesers. Jegliche Haftung seitens der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und/oder anderer Mitgliedsunternehmen der globalen EY-Organisation wird ausgeschlossen. Bei jedem spezifischen Anliegen sollte ein geeigneter Berater zurate gezogen werden. ©2016 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft All Rights Reserved. www.de.ey.com.

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